Die Umstrukturierung der „Identitären Bewegung Österreich“ als Nebelgranate

Am 11. Juni will die „Identitäre Bewegung“ in Wien versuchen zu demonstrieren und schon seit Wochen werben die Aktivist*innen auf allen möglichen Kanälen für dieses Ereignis. Nur eine Person trat hierbei noch nicht in Erscheinung: Alexander Markovics.

Der unfreiwillig komische Redner, der bei diversen Auftritten immer mehr wirkte wie ein Roboter, den die „Identitären“ mit drei Sätzen programmiert hatten, als ein wirklicher Mensch.

Nachdem Markovics neben Martin Sellner von Beginn an eines der in den Medien präsentesten Gesichter der „Identitären Bewegung Österreich“ war und dieser noch bis vor wenigen Monaten vorstand, ist es im letzten Jahr sehr still um ihn geworden. Markovics partizipierte kaum mehr an größeren Aktionen und es schien, als hätte sich sein Aktionismus ab 2015 letztlich darauf beschränkt, Content für die Webseiten „identitäre-generation.info“ und „iboesterreich.at“ zu erstellen.

Im Frühjahr 2016 erfolgt dann die interne Umstrukturierung der „Identitären Bewegung Österreich“. Martin Sellner, ehemals Sprecher der „Identitären Bewegung Wien“, wurde zum Sprecher der „Identitären Bewegung Österreich“. Zusammen mit Patrick Lenart, der zuvor den Gruppen in der Steiermark vorstand und der zusammen mit Sellner zudem den Versandhandel „Phalanx Europa“ betreibt. Die Nachfolge von Martin Sellner in Wien übernahm Philipp Huemer, dessen erster medienwirksamer Auftritt in neuer Position erst kürzlich im Mobi-Video der „Identitären“ zum 11.Juni-Demo erfolgte und der zuvor in einigen öffentlichen Berichten über die „Identitäre Bewegung“ von Sellner als Kader eingeführt worden war. Darüberhinaus war Huemer als einer von 7 Kadern der „Identitären“ an einem Angriff auf Antifaschist*innen im Februar in Graz beteiligt.

Alexander Markovics wurde im Zuge dieser Restrukturierung zum Sprecher der „AG Theorie“ berufen, die er, Angaben auf der Webseite folgend, bereits seit 2015 leitet. Was der Sinn und Zweck dieser „AG“ ist und ob die „AG“ neben Markovics überhaupt weitere Aktivist*innen umfasst, ist äußerst fraglich. Der Schluss lag nahe: Markovics wurde degradiert.

Diese Hypothese erscheint auf den ersten Blick äußerst sinnvoll. Markovics brillierte nie durch seinen Umgang mit den Medien und tat sich ebenfalls nie durch sonderlichen Aktionismus hervor. Was dieser Schluss aber übersieht, ist ein anderes Betätigungsfeld von Alexander Markovics für die „Identitären Bewegung“, dass bislang nicht im Fokus öffentlicher Kritik stand: Seine Auslandskontakte und die Verbindung zur FPÖ über seine Mitgliedschaft bei der deutschnationalen Burschenschaft Olympia.

Durch seine Beschäftigung mit dem russischen Faschisten und reaktionärem Theoretiker Alexander Dugin zog Markovics das Interesse allerlei eurasischer und in Europa tätiger pro-russischer Organisationen auf sich. Bereits im September 2015 fungierte Markovics erstmalig für den russischen Propaganda Kanal „RT Deutsch“ als „Experte“ in einer Sendung zum Thema „Flüchtlingskrise oder Völkerwanderung? Kritische Stimmen häufen sich“. Zur Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich folgte ein weiteres Interview.

Obwohl Markovics schon im April 2015 ein ausführliches Interview mit Dugin für „identitäre-generation.info“ geführt hatte und das Gros seiner Beiträge sich zu diesem Zeitpunkt den Theorien Dugins widmete, blieb die sich anbahnende Kontaktaufnahme von Kadern der „Identitären Bewegung“ zu eurasisches Aktivist*innen weitestgehend unbeachtet. Wahrscheinlich auch deswegen, weil Markovics durch seinen Redebeitrag im ORF-Bürgerforum im November 2015 andersartig mediale Öffentlichkeit auf seine Person bündelte, die exzellent davon ablenkte, dass sein eigentliches Interesse woanders liegt.

Im Jänner 2016, wenige Tage nachdem Markovics sich als Besucher des „Wiener Akademiker Balls“ 2016 in Begleitung des Auslandsbeauftragten der Jobbik-Jugend hatte ablichten lassen, betätigte er sich als Experte in einem Interview mit Patrick Poppel für das in Wien ansässige „Suworow Institute“.

Markovics als Experte bei RT

Markovics als Experte bei RT

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Alexander Markovics (Mitte) am Akademikerball 2016 mit dem Auslandsbeauftragten der Jobbik-Jugend Szabolcs Szalay (rechts)

Markovics Kontakt zu dieser Organisation sollte sich jedoch nicht allein in diesem Interview erschöpfen. Am 12. Februar 2016 hielt er für das „Suworow Institut“ in Wien eine Vorlesung über die „Identitäre Bewegung“. Die Veranstaltung bekam prominenten Besuch: Jurij Kofner, maßgeblicher Kopf hinter dem „Center For Continental Cooperation“, einem interkontinental bis in höchste politische Kreise extrem gut verknüpfen und finanziell gut aufgestellten Thinktank mit Sitz in Moskau und München, über dessen suspekte Netzwerke derStandard jüngst ausführlich berichtete.

Dass Kofner auf der Veranstaltung in Wien auftauchte ist keinesfalls dem Zufall geschuldet. Schon im Oktober 2015 hatte dieser Martin Sellner auf der Compact Konferenz in Berlin kennengelernt und interviewt. Wenige Monate später kam es zum nächsten persönlichen Kontakt von Kofner zu einem Kader der „Identitären Bewegung“, nämlich im Dezember 2015 mit Maximilian Dvorak-Stocker, der an der „Greater Europe Conferenz“ in Moskau teilnahm und seit diesen Tagen als festes Mitglied zu Kofners obig genanntem Thinktank gehört. Neben seinen Identitären Freunden ist es aber gewiss auch Poppel, ebenfalls Mitglied des Thinktanks, der Kofner nach Wien gelockt hat.

Martin Sellner und Yurji Kofner bei der Compact Konferenz 2015

Bildschirmfoto vom 2016-06-16 00:10:41

Anders als Patrick Poppel und Jurij Kofner, die beide äußerst gern und öffentlich über ihre Zusammenarbeit mit Aktivisten der „Identitären Bewegung“ berichten, findet sich in den Publikationsorganen der „Identitären“ nämlich nichts dazu.

Dass Alexander Markovics degradiert wurde, ist im Angesicht der obig dargestellten Tätigkeiten also äußert fragwürdig. Vielmehr scheint er wegen gerade dieser Aktivitäten aus der ersten Reihe abgezogen, damit seine Kontakte zu diesen Kreisen nicht allzu schnell in den Fokus medialer Öffentlichkeit gelangen. Hierfür spricht auch, dass neben Alexander Markovics Maximilian Dvorak-Stocker der zweite Aktivist ist, der gleichartige Kontakte pflegt.

Obwohl Dvorak-Stocker und familiärer Anhang in Form von Vater Stocker, Inhaber des Leopold Stocker Verlags und des rechtsextremen Ares Verlags, und Freundin Bernadette Conrads immer in vorderster Reihe der „Identitären Bewegung“ standen und allein wegen des ihnen gehörenden Verlages enorme Bedeutung für die „Identitäre Bewegung“ besitzen, bekleidete der junge Dvorak-Stocker nie ein Amt in der Organisation.

stockerkonferenz

Max Dvorak-Stocker als Redner bei der Greater Europe Konferenz 2015 in Moskau

Max Dvorak-Stocker als Experte beim Center for Continental Cooperation (CCC)

Max Dvorak-Stocker als Experte beim Center for Continental Cooperation (CCC)

 

Es kann bezüglich der Umstrukturierung der „Identitären Bewegung“ eher der Umkehrschluss zur Beginn vorgestellten Hypothese der Degradierung gezogen werden: Die „Identitäre Bewegung“ hat über die Veränderung ihrer internen Strukturen Kader aus den vordersten Reihen des Aktivismus abgezogen, damit diese sich abseits medialer Aufmerksamkeit ihrer Kooperation mit eurasischen und anderen faschistischen Organisationen widmen können. Allen voran Alexander Markovics, der eben nicht herabgestuft wurde, sondern durch seine Funktion als Sprecher einer „AG Theorie“ sogar aufgewertet wurde in seiner Funktion als „Experte“ und Kontaktperson. Hierfür spricht auch, dass am 07.06.2016 unmittelbar vor der Demonstration in Wien ein ausführliches Interview von Markovics und Martin „Lichtmesz“ Semlitsch erschien.

Es liegt nahe, dass die „Identitäre Bewegung“ in Österreich aktuell versucht „Experten“, allen voran Markovics aufzubauen, die sich sowohl in ihrer Repräsentation als auch in der von ihnen in der Organisation eingenommen Funktion von den Aktivist*innen auf der Straße abgrenzen und auch einen weiteren Versuch darstellen, die eigene neofaschistische Ideologie hinter einer bürgerlichen Fassade zu tarnen.

Dass die „Identitären“ diese Umstrukturierungen nicht zuletzt auch aus Gründen des Selbstschutzes vorgenommen haben, scheint offensichtlich. Zu sehr offenbart der Kontakt und die Kooperation mit und zu russischen Faschist*innen und reaktionären Querfrontler*innen, wes Geistes Kind sie sind: International hervorragend vernetzte und tätige Faschist*innen.

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Blood & Honour Vorarlberg

In der Nacht des vergangenen Sonntags (22.05.) erschoss der Neonazi Gregor Schallert im vorarlbergischen Nenzing 2 Menschen beim Fest eines Motorradclubs, mit einem serbischen Kalashnikov-Nachbau. Ein zweites, identisches Modell befand sich noch im Kofferraum seines Wagens. Von vielen Medien wird diese Tat zu einem Beziehungsstreit verklärt. Zwar wird in den meisten Berichten auf die rechtsextreme Vergangenheit Schallerts hingewiesen, allerdings tut sich die österreichische Medienlandschaft und Öffentlichkeit dann doch zu schwer den Kontext der Tat als politischen zu benennen. Denn, wenn ein Neonazi sich, trotz bestehendem Waffenverbot, 2 Sturmgewehre besorgen kann und damit 2 Menschen erschießt, dann sollte das einige Fragen aufwerfen. Eine öffentliche Debatte über rechtsextreme Organisierung und Gewalt sollte die Folge sein.
Gute Beiträge sind auf Blick nach rechts und Stoppt die Rechten erschienen.
Wir wollen hier versuchen die Entstehungsgeschichte bis zum vorläufigen Zerfall der B&H-Division Vorarlberg nachzuzeichnen, sowie eine Einschätzung über die aktuelle Reorganisierung der Gruppe abzugeben, welche sich derzeit auch im Umfeld der neofaschistischen Identitären herumtreibt. Klar ist, dass Gregor Schallerts Amoklauf in Nenzing nicht aus dem Nichts kam.

Gründung von B&H Vorarlberg

1996 gab es in Vorarlberg erste Organisationsversuche rechter Skinheads. Die „Skinheads Vorarlberg Verein zur Erhaltung der kulturellen Merkmale der Skinheadbewegung“ wurden allerdings nach knapp einem halben Jahr wegen „Verbreitung von nationalsozialistischem Gedankengut“ wieder aufgelöst.

Ab 1997 gab es die Idee einer eigenen Blood & Honour Division Vorarlberg. Die Umsetzung dauerte „wegen eines längeren Knastaufenthalts“ (vgl. BH Fanzine Nr. 1) allerdings noch bis Ende 1998.

In Österreich existierten Ende 1999 Sektionen von Blood & Honour in Vorarlberg, Tirol, und Wien. Zudem zählte sich Blood & Honour Südtirol zur Blood & Honour Division Österreich.
Die Tiroler Divison löste sich auf nachdem ein führender Aktivist nach Italien ausgeliefert wurde. Und die Division Südtirol wurde von den Behörden zerschlagen.

Zwischen den beiden übrigen Divisionen krieselte es recht bald. 2002 kam es in Wien und Vorarlberg zu Hausdurchsuchungen, bei denen das noch unveröffentlichte Blood & Honour Fanzine Nr. 3 beschlagnahmt wurde (Auflage 1500 Stück). In Folge dessen beschuldigten die Vorarlberger ihre Wiener Kameraden, Namen von Vorarlbergern an die Polizei weitergegeben zu haben.
Am 26.7.2003 krachte es dann bei einem Faschokonzert in Oberösterreich und die beiden Gruppen prügelten sich gegenseitig ins Krankenhaus.

Aktivitäten

Öffentlich war Blood & Honour Vorarlberg vor allem durch eine große Anzahl von Konzerten wahrnehmbar. Später auch durch Angriffe auf Antifa-Demos und gescheiterte Demonstrationsanmeldungen.

Konzerte fanden regelmäßig statt. Zwei sind jedoch hervorzuheben:

Am 12.10.02 fand das größte von Blood & Honour Vorarlberg organisierte Konzert in Hohenems statt. Über 1000 Nazis kamen aus halb Europa. Die VeranstalterInnen richteten extra einen Shuttle-Dienst von naheliegenden Parkplätzen zum Konzertort ein. (Anhang)

Am 9.10.04 fand in Krumbach ein Faschokonzert mit 450 Leuten statt. Hier kam es zu einem folgenschweren Unfall, bei dem eine Konzertbesucherin, aus München, beim pinkeln in einen Bach stürzte und starb. Ihre Leiche wurde 3 Tage später gefunden.

Als Reaktion darauf, wollten die Faschos am 23.10.04 einen Trauermarsch durch Bregenz veranstalten, was aber von den Behörden untersagt wurde. Die Einhaltung des Verbotes wurde von über 160 Bullen an den Grenzübergängen und den Bregenzer Zufahrtsstraßen kontrolliert.

Auch der zweite Versuch eine Woche später wurde von den Behörden unterbunden. Das selbe gilt für einen Aufmarschversuch eine weitere Woche später, in Feldkich unter dem Motto „Türkei und die EU“.

In der darauf folgenden Woche (13.11.04), gab es in Dornbirn eine jährlich stattfindende Antifa-Demo. Am Marktplatz versammelten sich ca 70 Faschos und versuchten die Demo anzugreifen. Dies konnte von der Polizei unterbunden werden. Es wurden 50 Faschos festgenommen.

Faschos vor geplantem Angriff

 

Faschos rennen weg

Auch im nächsten Jahr wurde die Demo Ziel von Naziattacken, wobei 25 Faschos festgenommen wurden.

Generell gab es zu der Zeit nahezu wöchentlich Naziübergriffe auf alternative Jugendliche und Antifas in Vorarlberg.


Nazibands aus Vorarlberg

Anfang, bzw. Mitte der 00er gab es in Vorarlberg drei international bekannte Faschobands:

Tollschock: kamen aus dem Blood & Honour Umfeld, spielten dutzende Konzerte im In- und Ausland, probten Jahrelang in einem Proberaum eines städtischen Jugendzentrums in Lustenau. Veröffentlichungen: „der erste Schock“, „outlaw melodies“, „shut down the system“ und eine split mit den „tattooed motherfuckers“, sie lösten sich 2005 auf
Mitglieder: Stefan Baldauf, Daniel Hofer, Roland Kuppelwieser, Michael Schaunig

Anhang6 - Tollschock

Stoneheads: Haben eine Split Cd mit der US Band „Final War“ („Austrian – American friendship“). Sie werden dem Combat 18 Umfeld zugerechnet. Im Januar 2005 gab es einen Prozess gegen die Band wegen Volksverhetzung und Wiederbetätigung, bei dem die Angeklagten mit geringen Geldstrafen davon kamen.
Mitglieder: Uwe Veljaca, Thomas Heidegger, Robert Lins
Anhang7 - Stoneheads Final War

Genocide: ist als Nachfolgeband der Stoneheads zu verstehen. Sie veröffentlichten zwei Alben „The Age of Kataklysm“, sowie ein Split mit den Stoneheads Anhang8 - Stoneheads Genocide

Internationale Rolle von Blood & Honour Vorarlberg

Nachdem Blood & Honour Deutschland, im Jahre 2000 verboten wurde, nutzten die Faschos ihre Kontakte nach Vorarlberg immer häufiger und verschoben in Deutschland untersagte Konzerte, ins Dreiländereck.

Wichtigste Ansprechsperson der deutschen Kameraden war Uwe Veljaca (B&H Vorarlberg) der, 2002, gemeinsam mit Hartwin Kalmus (Ex-B&H Baden) zum Gründungstreffen der Division28, der direkten Nachfolgeorganisation von B&H, auf eine Berghütte im Vorarlberg einlud.
Kalmus und Veljaca werden als Führungspersonen der Division28 gehandelt.

Relativ schnell kam es auch wieder zu den alten Streitigkeiten zwischen denen, die sich als „Real Blood & Honour“ (Musiknetzwerk/Business) verstanden und denen die mit Blood & Honour im Untergrund operieren wollten und für das Konzept „Combat18“ plädierten, wie ihr in diesem AIB-Beitrag nachlesen könnt.

Im Zuge dieser Auseinandersetzung um die Vormachtstellung in der Division28, kam es zu mehreren massiven Auseinandersetzungen.

Am 5.11.2005 überfielen ca. zwei dutzend Leute der Division28 ein Faschokonzert in Mitlechtern(Hessen), verprügelten den Veranstalter und raubten die Eintrittskassa. Die Vorarlberger die „extra 400km weit gefahren sind, um Kameraden zu verprügeln“ waren überall für ihre Gewalttätigkeit bekannt. Auch das könnt ihr in einem Beitrag des AIB nachlesen.

2008 löste sich die Division28 endgültig auf.

Währenddessen gründeten B&H Vorarlberg im August 2007, den Tarnverein „Motorradfreunde Bodensee“ (MFB).
Diese betrieben über zwei Jahre unbehelligt, ein Vereinslokal, in dem einschlägige Veranstaltungen mit BesucherInnen aus dem In- und Ausland stattfanden. (Anhang)

Öffentliche Wahrnehmung erlangten die MFB erst, als im Februar 2009, bei einer Auseinandersetzung im Clubheim des Motorradclubs „Outsider“, der 20 Jährige Neonazi Michael Achberger erstochen wurde.

Zur Beerdigung versammelten sich ca. 100 Neonazis aus dem 3-Ländereck. Danach veranstalteten sie einen Trauermarsch vom MFB-Vereinslokal zum Clubheim der „Outsider“.

Im darauf folgenden Jahr kam es immer wieder zu teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen „Outsider“ und den „Motorradfreunden“ (bzw. B&H). Zum Beispiel verwüsteten Nazis das Clubheim der „Outsider“, oder 30 Personen der beiden Gruppen gingen auf einem Parkplatz mit Eisenstangen, Hockeyschlägern, etc. aufeinander los.

Im Juni 2009 wurden die „Motorradfreunde Bodensee“ behördlich Verboten.

Seither ist es in Vorarlberg merklich ruhiger geworden. Zumindest im öffentlichen Raum ist B&H kaum mehr wahrzunehmen.

Reorganisierung

Das die Gruppe weiterhin besteht, hat sich spätestens seit den Auftritten bei Pegida in Bregenz bzw. den Demos der „Identitären“ am 15.11.2015 in Spielfeld bestätigt. Beim, von den Identitären initiierten, Protest im November vergangenen Jahres in Spielfeld, traten Mitglieder der B&H-Division Vorarlberg geschlossen und im einheitlichen Kleidungsstil auf. Am 28.11.15 traten sogar Kader der Identitären mit Teilen der B&H-Crew gemeinsam am Transpi auf. Verbindungen zwischen den beiden Gruppen sind also offensichtlich.

Weitere eindeutige Hinweise auf die Reorganisierung der vorarlbergischen Neonazi-Szene bieten die Berichte über ein Konzert der ungarischen Neonaziband Indulat. Wie in der Vergangenheit, hätte das Konzert ursprünglich in Deutschland (Thüringen) stattfinden sollen, wurde behördlich untersagt und daraufhin nach Vorarlberg verlegt. Die Kameraden aus Ungarn und der Schweiz trafen sich im Vorfeld des Konzerts an einem Schießstand in Feldkirch. Für die Exekutive scheinbar kein Grund zur Beunruhigung.

Neonazis am Schießstand

Neonazis am Schießstand

Indulat Konzert - Im Hintergrund, das Transpi der vorarlberger B&H-Crew

Indulat Konzert Im Hintergrund: das Transpi der Vorarlberger B&H-Crew, hinter dem sie einige Wochen zuvor mit Identitären posierten

 Gruppenfotos

v.l.n.r. Marc Jenni, Dominik Widerin, Uwe Veljaca, Sebastian Fuchs, ?, ?, Alex Ruppitsch, ?, Mirko Bijelic, Wolfgang Levstock

v.l.n.r. Marc Jenni, Dominik Widerin, Uwe Veljaca, Sebastian Fuchs, ?, ?, Alex Ruppitsch, ?, Mirko Bijelic, Wolfgang Levstock

vorne v.l.n.r. Dominik Netzer, Dominik Widerin, ?, Wolfgang Schlemmer

vorne v.l.n.r. Dominik Netzer, Dominik Widerin, ?, ?

Identitären-Kader: Uwe Aulibauer, Tobias Weissensteiner, Christian Prumetz und Thomas Krobath (rote Markierungen v.l.n.r.) am Transpi mit Teilen der B&H-Crew Vorarlberg: Alex Ruppitsch und Wolfgang Levstock (lila Markierung v.l.n.r.)

Identitären-Kader: Uwe Aulibauer, Tobias Weissensteiner, Christian Prumetz und Thomas Krobath (rote Markierungen v.l.n.r.) am Transpi mit Teilen der B&H-Crew Vorarlberg: Alex Ruppitsch und Wolfgang Levstock (lila Markierung v.l.n.r.)

Profilbilder

Marc Jenni

Marc Jenni

Dominik Widerin

Dominik Widerin

Uwe Veljaca ohne Bart

Uwe Veljaca ohne Bart

Sebastian Fuchs

Sebastian Fuchs

Alex Ruppitsch

Alex Ruppitsch

Mirko Bijelic

Mirko Bijelic

Wolfgang Levstock

Wolfgang Levstock

Dominik Netzer

Dominik Netzer

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Beteiligte „Identitäre“ an der Audimax-Störung

Am 14.4. haben Teile der Identitären Bewegung eine Theatervorstellung im Audimax gestört. Auffällig an der medialen Rezeption der Störaktion war, dass bürgerliche Medien keinen Anlass sahen zu skandalisieren, dass Mitglieder, die sich am 17.1. beim Angriff auf Antifaschist*innen beteiligt haben (Hintergrund), ebenfalls von der Partie waren, bzw. noch immer Schlüsselpositionen bei den Identitären besetzen. Das beste Beispiel: Philipp Huemer war am 14.4. im Audimax mit Megaphon skandierend auf der Bühne zu sehen und trat auch nach seiner Beteiligung am Angriff in Graz immer wieder als Redner der Identitären auf. Zum Beispiel bei einer Kundgebung der rechtsextremen Wiedeńska Inicjatywa Narodowa im Jänner.

Nagel Huemer

Huemer als Redner bei der W.I.N.

Huemer sollte für die Identitären ebenfalls auf der Merkel muss weg-Demo am 7.5. in Berlin als Redner auftreten. Auf der FB-Veranstaltung ist er nicht mehr gelistet aber allein sein Auftreten im Audimax zeigt, dass die Inszenierung der Identitären, eine gewaltlose Gruppierung zu sein, wieder einmal demaskiert wurde.

Bildschirmfoto vom 2016-04-18 21:47:27

Huemer als Redner in Berlin

Auch Dominic Hacker, Richard Schermann und Maximilian Mrak, welche ebenfalls am Angriff in Graz beteiligt waren, mischten bei der Aktion im Audimax mit.

Die Teilnahme folgender Identitäre kann auf Grund des Foto-Materials und persönlicher Wahrnehmungen eindeutig belegt werden:

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1. Daniel Rotter
2. Thomas Sellner
3. Richard Schermann
4. Christoph Mihle
5. Markus Prentle
6. Alina Wychera
7. Lukas Zechner
8. Daniel Schordje

 

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9. Maximilian Mrak
10. Phillip Huemer

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11. Thomas Krobath

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12. Uwe Aulibauer

 

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13. Dominic Hacker

 

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14. Martin Sellner

 

Im Profil:

  1. Daniel Rotter

Bildschirmfoto vom 2016-04-17 18:47:53

 

 

 

 

2. Thomas Sellner

Thomas Sellner

 

 

 

 

3. Richard Schermann

richard schermann

 

 

 

 

4. Christoph Mihle

Bildschirmfoto vom 2016-03-18 02:31:52

 

 

 

 

5. Markus Prentle

 

 

 

6. Alina Wychera

Alina Wychera

 

 

 

 

7. Lukas Zechner

Bildschirmfoto vom 2016-04-17 19:54:19

 

 

 

 

8. Daniel Schordje

Bildschirmfoto vom 2016-04-17 18:59:42

 

 

 

 

9. Maximilian Mrak

Bildschirmfoto vom 2016-04-17 18:57:31

 

 

 

 

10. Philipp Huemer

Philipp Huemer

 

 

 

 

11. Thomas Krobath

Bildschirmfoto vom 2016-04-17 17:42:32

 

 

 

 

12. Uwe Aulibauer

Bildschirmfoto vom 2016-04-17 18:46:02

 

 

 

 

13. Dominic Hacker

 

14. Martin Sellner

Bildschirmfoto vom 2016-04-17 17:46:54

 

 

 

 

Augenzeug*innen haben außerdem folgende Identitäre im Umfeld der Aktion im Audimax ausgemacht:

15. Julian Utz

Bildschirmfoto vom 2016-04-17 17:28:54

 

 

 

 

16. Alexander Markovics

Bildschirmfoto vom 2016-04-17 17:45:34

 

 

 

 

17. Eduard Leser

Bildschirmfoto vom 2016-04-17 18:27:12

 

 

 

 

18. Stephan Gerold

Bildschirmfoto vom 2016-04-17 17:44:14

 

 

 

 

Die oben angesprochene gewaltlosigkeit auf die sich die Identitären im medialen Nachspiel ihrer Aktion vom 14.4. im Audimax berufen, lässt sich durch zahlreiche Beispiele widerlegen. Neben dem erwähnten Angriff auf Antifaschist*innen im Jänner diesen Jahres, hier noch 3 Postings vom Obmann der Identitären in Wien, Martin Sellner (politscher Hintergrund desselben):

identitäre schlagstock sellner-knarre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sellner und Konsorten beim Kampfsport

 

 

 

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Rechtsextreme Konsolidierung

Je größer die „Identitären“ werden, desto mehr müssen sie von ihrer Masche abrücken. Denn was im Jahr 2012 mit weder links noch rechts begann, äußert sich spätestens seit vergangenem Jahr, den Medien gegenüber, in einem klar nach außen getragenen rechten Selbstverständnis.
Die Intention ist klar: Stück für Stück sollen Medien und Gesellschaft für ihre schön verpackten rechtsextremen Forderungen (zB: Remigration) desensibilisiert werden.
Die Lage zum Thema Asyl und Migration spitzt sich weiter zu. Die politischen Entscheidungsträger*innen stellen gleichzeitig die Weichen auf reaktionäre Krisenlösungen. 50.000 Abschiebungen sind bis 2019 geplant und über Grenzschließungen wird sowohl in Deutschland als auch in Österreich laut nachgedacht.
Die Identitären, welche sich, in einer für FaschistInnen typischen Selbstüberhöhung, gerne als Erzwinger dieser Krisenlösung sehen, sind noch weit entfernt davon eine Bewegung zu sein. Trotzdem muss festgehalten werden, dass ihre Gruppen langsam aber sicher wachsen.
Bereits im vergangenen Jahr wurde des Öfteren darauf hingewiesen, dass dieses Wachstum auch KameradInnen anzieht, welche das Potenzial der „Identitären“, als eine der präsentesten Gruppen des österreichischen Rechtsextremismus-Spektrums außerhalb des Parlaments erkannt haben, allerdings eher aus anderen Szenebereichen kommen.
Als eines der wichtigsten Beispiele sei hier die Demonstration der „Identitären“ in Spielfeld, im November 2015, angeführt.
Auch heuer zeichnet sich ab, dass dieser Trend der rechtsextremen Konsolidierung nicht ab-, sondern eher zunehmen wird.

Bei der von den Identitären initiierten Aktion Lichter für Österreich, welche seit 25. Jänner wöchentlich montags vor dem Parlament stattfindet wurde das erstmals deutlich. Neben Mitgliedern der neonazistischen Hooligans von Unsterblich Wien (Mihaly Kocsis und Andreas Ranits), beteiligten sich auch der Vorsitzende der rechtsextremen Wiedenska Inicjatywa Narodowa, Robert Koralewski, sowie PDV-Vertreter und Rechtsterrorist Gabor Söregi (Söregi, Domainbesitzer und Administrator der offiziellen Homepage der PDV, hatte 2007 einen 17. Jährigen aus rassistischen Motiven mit seiner Waffe in den Bauch geschossen. Der 17-Jährige überlebte, blieb aber querschnittgelähmt. Weiters gab er zu auch für den Sprengstoffanschlag auf die Osmanli-Moschee in Wien-Hernals vom 15. November 2005 verantwortlich zu sein.). Zur PDV im allgemeinen und deren AktivistInnen haben unsere Genoss*innen der Antifaschistischen Recherche Graz vor kurzem einige aufschlussreiche Artikel verfasst.

gsichter

Markierte Gesichter von links nach rechts: Robert Koralewski, Mihaly Kocsis, Andreas, Gabor Söregi

Auch die erste öffentlich angekündigte Party der Identitären, welche nebenbei bemerkt ungestört vonstatten gehen konnte, stand im Zeichen der rechtsextremen Querfront. Ins Gasthaus zur Alm wurde eingeladen.
Andre Herold, der Lokalinhaber, veranstaltete 2009 in seinem Gasthaus noch Blood&Honour Solikonzerte für den Neonazi und Totschläger Jürgen Kasamas. Kasamas hatte 2009 den Kopf des Passanten Albrecht M. regelrecht „zu Brei getreten“, sodass keine Reanimation mehr möglich war. Ein Ermittler der Mordgruppe sprach im Zeugenstand von “Übertöten”: “Das Opfer war schon tot, trotzdem ist noch massive Gewalt ausgeübt worden.” Andre Herold hat auch selbst gute Kontakt in die Blood&Honour Szene. Zum Beispiel zum ehemaligen Bandmitglied der Wiener Neonazi-Band Service Crew Vienna, Petar Helmer.

Lokalinhaber

andrejuergen

Andre Herold (li.) mit Neonazi und Totschläger Jürgen Kasamas (re.)

Es zeigt sich, dass den Identitären in kleinen Schritten das zu umgehen gelingt, was ihnen nach staatlicher Repression zur Zeit am meisten weh tut: die mediale Skandalisierung ihrer neofaschistischen Ideologie und ihrer rechtsextremen Konsolidierungsbemühungen.
Ihre Zusammenarbeit mit Rechtsterroristen und Unterstützern von neonazistischen Totschlägern ist der österreichischen Medienlandschaft keinen Kommentar wert.
Das die Strategie der Identitären vor allem im postnazistischen Österreich so erfolgreich ist, ist kein Zufall. Die Frage nach dem Warum? würde allerdings den Rahmen dieses Eintrags sprengen. Bei Interesse lassen wir euch aber gerne eine Literaturliste per Mail zukommen.

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Waffenauktion in Wien

Gestern (16.1.) fand im Dorotheum eine Waffenauktion statt. Geboten wurde vor allem auf Jagdgewehre und Faustfeuerwaffen. Im Vorfeld der Veranstaltung haben sich bereits AktivistInnen der rechtsextremen Szene angekündigt.
Ein guter Grund sich das Ganze mal genauer anzusehen.
Kurz nach Beginn der Versteigerung ließ sich der Neonazi Wolfgang Autobombe Lechner im Ludwigstorffer Saal im Dorotheum blicken.
An den Jagdgewehren eher desinteressiert zog er sich nach kurzem, paranoiden Umherblicken zunächst zurück, tauchte dann allerdings wieder auf, um erfolgreich(!) bei den Pistolen und Revolvern mitzufeilschen.

Ebenfalls mitgeboten hat Wolfgang Walter aus dem Bezirk Neusiedl. Walter ist dem Ruf seines PDV-Kollegen Wolfgang Pestl, das Volk möge sich bewaffnen, offenbar gefolgt. Walter stellt im Internet recht freizügig seine Vorliebe für Waffen zu Schau.

Wolfgang Walter

Wolfgang Walter posiert mit Sturmgewehr

Die Führer machens vor

Martin Sellner schreibt auf Twitter, dass er sich zum Glück vor dem Asylwahn eine Waffe gekauft hat.

sellner knarre

Thomas Kirschner, Vorsitzender der PDV ruft offen zum Bürgerkrieg auf

bürgerkrieg

und oben erwähnter Wolfgang Pestl fordert die Bewaffnung des Volkes.

Es gibt unzählige Fälle die nahelegen, dass es vom rechtsextremen apokalyptichen Wahn bis zur schweren Körperverletzung oder zum Mord oft nur ein kleiner Schritt ist.
Die Erfahrungen des NSU sind ein Beispiel dafür, dass organisierte Gruppen von Neonazis es denkbar einfach haben sich Waffen zu besorgen und diese Konsequent einzusetzen.
Deshalb ist es wichtig den antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren und sich den Faschist_innen entgegenzutreten. Auf allen Ebenen.

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Chronik rassistischer Mobilisierung

In den vergangenen Wochen kam es in Österreich vermehrt zu rassistischen Mobilmachungen. Auch wenn die Anzahl der TeilnehmerInnen derzeit überschaubar bleibt, ist der Charakter dieser Proteste, vor allem im Hinblick auf die organisatorischen Strukturen, durchaus ernstzunehmen und als das zu benennen was sie sind: Aufmärsche von Neonazis.

Was gerade zur Normalität zu verkommen droht, ist eigentlich nicht hinnehmbar. Rechtsextreme wie der Chef der PDV (Partei des Volkes) Tomi Kirsch rufen zum Bürgerkrieg auf, der verrückte Bayer Wolfgang Pestl fordert die TeilnehmerInnen einer Kundgebung auf sich zu bewaffnen, Neonazis aus Vorarlberg prügeln sich ungeniert durch antifaschistische Blockaden und der Obmann der neofaschistischen „Identitären“ wird in eine breit rezipierte Sendung des ORF eingeladen um einen Kommentar abzugeben.
Auch wenn es immer wieder, mehr oder weniger seichten, medialen Gegenwind gibt(gerade Markovics Auftritt im Bürgerforum hat dem ORF viel berechtigte Kritik eingebracht) und hier und da im Internet die Empörungswellen hochschlagen, scheint es nicht so leicht zu sein den rassistischen, antidemokratischen und teilweise offen neonazistischen Protest der vergangenen Wochen öffentlich zu delegitimieren.
Wir verstehen nicht so recht warum und haben deshalb eine kleine Sammlung an Bildern und Fakten zusammengetragen um ins Gedächtnis zu rufen, was für Gestalten zur Zeit versuchen die Straßen (von Spielfeld) für sich zu gewinnen. Weiterlesen

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FPÖ Funktionäre posieren auf Deserteursdenkmal

Am verganenen Samstag kam es bei einer rechten Kundgebung am Wiener Ballhausplatz, unter dem Motto „Faymann Raus!“, zu einem Eklat, als das Pult für die Redner(!) auf dem Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz („Deserteursdenkmal“) aufgestellt wurde.
Das Denkmal wurde von dem Künstler Olaf Nicolai konzipiert und am 24.10.2014 durch einen Festakt eingeweiht.
Die extrem Rechte FPÖ ist seit Jahrzehnten federführend an der Hetze gegen Fahnenflüchtige der Wehrmacht beteiligt. HC Strache sprach in einer Presseaussendung von 2009 in diesem Zusammenhang von Wehrmachts-Deserteuren als Kameradenmördern und das „ein kollektiver Freispruch für alle Deserteure ein Schlag ins Gesicht jener Personen [wäre], denen wirklich Respekt zu zollen sei.“
Die neonazistische Burschenschaft Teutonia geht in ihrem 2014 veröffentlichten Flugblatt gegen das geplante Deserteursdenkmal einen Schritt weiter, in dem sie „die alte Pflicht“ jener Beschworen, die unter der Fahne der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie in den Krieg gezogen sind. Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Reinhard Bösch verteidigte die Flugblätter der Teutonia öffentlich und ließ sich obendrein zu einem Vergleich zwischen der US-Army und dem NS-Militär hinreißen.

Als wäre die jüngste Entweihung des Denkmals und die Vorarbeit der FPÖ und anderen extrem Rechten bis neonazistischen Vereinen nicht widerlich genug, erdreisteten sich einige FPÖ-Funktionäre bei der rechten Kundgebung am Samstag unter dem Jubel der ca. 300 TeilnehmerInnen auf dem Denkmal zu posieren. Weiterlesen

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„Identitäre Solidaritätskampage“

Nachdem vergangenen Sonntag (15.11.2015) im Zuge eines Naziaufmarsches in Spielfeld ca. 80 Autos der TeilnehmerInnen eben jenen Aufmarsches beschädigt worden sind, starteten die „Identitären“ Anfang dieser Woche eine Solidaritätskampagne.
Angeblich hat die Entglasung des geliebten Automobils bei einigen Faschos Heulkrämpfe und akute Schnappatmungsanfälle ausgelöst, sodass die „Identitären“ ihre Ressourcen bündeln mussten um ihren Fans Reparaturen zum Einkaufspreis anbieten zu können und eine Sammelklage vorzubereiten.
Die gütigen Patrioten, welche ihre Werkstätten zur Verfügung stellen sind: Weiterlesen

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Abschlusskundgebung FPÖ

Am 8.10. fand am Stephansplatz die Abschlusskundgebung der FPÖ für den Wahlkampf in Wien statt. Neben den zu erwartenden besorgten Bürger*innen aus allen gesellschaftlichen Schichten, tauchten auch einige Personen auf, welche sich in letzter Zeit eher aus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben. Bezeichnenderweise nutzt, der vor kurzem aus der Haft entlassene, Felix Budin eine Wahlkampfveranstaltung der Freiheitlichen für seinen ersten öffentlichen Auftritt nach dem Knast.
Alexander Christian, den man sonst nur besoffen vor dem Stadion oder auf Malle sieht, darf als Wahlkampfhelfer für die FPÖ-Alsergrund natürlich auch nicht bei der Abschlusskundgebung fehlen.
Hools wie Andreas Zepke übernehmen, von der Sicherheitsfirma „Scorpio Security“ angestellt, den Schutz der Veranstaltung und Neonazis nutzen die Gelegenheit auf einen Tratsch mit Burschenschaftern. Weiterlesen

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„Nein zum Heim“-Initiative von Wiener „Identitären“ gestartet

Nachdem heute bekannt wurde, dass die Pfarren Krim und Glanzing im 19. Wiener Gemeindebezirk ab Montag durchreisenden Refugees eine vorübergehende Unterkunft bieten wollen, folgte aus rechtsextremen Kreisen eine schnelle Reaktion. Der in Wien-Döbling lebende Christian Sova, Mitglied der Wiener „Identitären“, hat unverzüglich eine „Nein zum Heim“-Seite auf Facebook erstellt und diese zur Bewerbung freigegeben. Weiterlesen

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