Hess-Marsch in Berlin

Am 19.8. kamen rund 1000 Neonazis nach Berlin und feierten den Selbstmord von Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess. Hess hatte sich am 17.8.1987 im Gefängnis erhängt. Die Beteiligung an dem Aufmarsch blieb, trotz der starken Mobilisierungsbemühungen und dem symbolträchtigen 30. Jubiläum des Selbstmordes, hinter den Erwartungen der VeranstalterInnen zurück, wie Blick nach Rechts berichtet.

Das sich unter den TeilnehmerInnen des Aufmarsches auch Österreicher befanden ist auf Grund der Unwichtigkeit des Ereignisses, für die deutschsprachige Neonazi-Szene, bemerkenswert. Noch bemerkenswerter ist es, dass es sich bei den Teilnehmern um die „üblichen Verdächtigen“ aus Vorarlberg handelt, die vor wenigen Wochen erst beim Neonazi-Konzert in Themar auf sich aufmerksam machten.

1. Uwe Veljaca, 2. Sebastian Fuchs, 3. Wolfgang Levstock, 4. Daniel Nägele

1. Uwe Veljaca, 5. Wolfgang Schlemmer

1. Uwe Veljaca, 6. Unbekannt

Wie die Antifa Bern auf Twitter berichtete, wurde die Vorarlberger Blood&Honour-Crew mit Kameraden von B&H Zürich gesichtet. Diese waren bereits in Themar gemeinsam unterwegs.

Eine koordinierte Anreise der beiden Gruppen gilt auf Grund der räumlichen und ideologischen Nähe als äußerst wahrscheinlich. Die neuerliche Reise- und Vernetzungsfreudigkeit der Vorarlberger Neonazis ist vor Allem im Hinblick auf ihre Reorganisierung interessant.

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Österreichische Beteiligung am Neonazi-Konzert in Themar

Über das Rechtsrock-Konzert vom 15. Juli in Themar und dessen Vernetzungscharakter wurde schon vielfach berichtet. Wir möchten euch an dieser Stelle, 2 Berichte ans Herz legen:

Der Bericht von stopptdierechten.at setzt sich vor allem mit der Beteiligung österreichischer Neonazis auseinander und auf dem Blog der Antifa Meran wird darüberhinaus die Teilnahme von Faschos aus Alto Adige unter die Lupe genommen.

In Ergänzung zu den erwähnten Beiträgen geht es hier vor Allem um die bildliche Darstellung der teilnehmenden Personen aus Österreich. Weiterlesen

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Zur Österreichischen Beteiligung an der „Identitären“ Demonstration in Berlin

Am Samstag fand die „identitäre“ Demonstration in Berlin statt. Etwa 600-700 Neofaschist_innen reisten dazu an, mehrheitlich aus deutschen Städten. Jedoch kamen auch kleinere Delegationen aus anderen europäischen Staaten. Darunter waren, wie schon im letzten Jahr, einige Kader und Aktivist_innen aus Österreich. Die Anreise erfolgte zum Teil mit Privatautos, zum Teil per gechartertem Bus aus Wien, gemietet von Dr. Richard von Freitag Nacht bis Sonntag Vormittag.

Einige der Wiener Kader nahmen Aufgaben im Rahmen der Demoorganisation wahr, allen voran wenig überraschend Martin Sellner, der als Demoeinpeitscher Reden hielt und während der blockadebedingten mehrstündigen Stehzeit mit mäßigem Erfolg versuchte, die Teilnehmer_innen bei Laune zu halten. Auch Ingrid Weiss von den Wiener Identitären, korporiert bei der Mädelschaft Freya, hielt einen Redebeitrag. Bei der Strategiebesprechung der engsten Kader kurz vor dem (zuvor per Ansage vom Lautsprecherwagen implizit angekündigten) Durchbruchsversuch war neben Sellner auch IB-Wien-Leiter Philipp Huemer anwesend. Bemerkenswert ist aber auch das Fehlen einiger Kader: so waren weder der Co-Bundesobmann Patrick Lenart, noch die Landessprecher Luca Kerbl und Thomas Sellner vor Ort. Auch die Vereinsfunktionäre des Grazer Tarnvereins „für nachhaltige Völkerverständigung und Jugendarbeit“ Tino Taffanek und Peter Dingsleder wurden nicht in Berlin gesehen.

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Nach dem Hype – Zur aktuellen Lage der „Identitären“ in Österreich

In den letzten Wochen und Monaten könnte man den Eindruck gewonnen haben, dass es bei den „Identitären“ derzeit nicht so läuft. Tatsächlich scheint einerseits die Bereitschaft der meisten Medien, über ausnahmslos jede ihrer Aktionen unkritisch zu berichten, gesunken zu sein. Andererseits haben sie einfach auch lange nichts mehr gerissen. Die jährliche Pflichtveranstaltung, der Versuch, eine Demonstration durch Wien laufen zu lassen, wird nach drei Jahren heuer im strukturschwächeren Berlin stattfinden. Die Genoss_innen der autonomen antifa [w] haben dazu eine Chronologie und Analyse verfasst.

Eine mögliche Erklärung für diesen Schritt ist, dass sie das Label „IB“ nun auch in Deutschland endgültig außerhalb der eigenen Szene etablieren wollen. Außerdem stellt das Abgeben der Verantwortung an Berlin eine enorme Entlastung der Gruppen in Wien und Österreich dar. Die Ressourcen, die nun nicht mehr in Demo-Organisation gesteckt werden müssen, fließen derzeit in zwei Großprojekte, mit denen die „Identitären“ hoch pokern. Weiterlesen

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RechtsRocker Sacha Korn wendet sich „Identitären“ zu

Sacha Korn als Model für „Fouth Time Clothing“

Seit 21. Mai führt der Bekleidungsversand der „Identitären“ in Österreich Merch vom Rechtsrocker Sacha Korn im Sortiment. Korn ist in der rechtsextremen Szene in Deutschland kein Unbekannter. Ob als Model für die Neonazi-Marke „Fourth Time Clothing“, als Vorband der Fascho-Combo „Kategorie C“ oder mit Beiträgen auf den „Schulhof-CDs“ der NPD – Sacha Korn war die letzten Jahre ziemlich umtriebig.¹

Umso spannender ist es, dass nun der Versand der „Identitären“ beim Vertrieb des Merchandise einspringt, war es doch vor ein paar Monaten noch, der von den beiden Neonazis Udo Siegmund und Rene Koza geführte Versand „Erik & Sons“, der diesen Part übernahm. Weiterlesen

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„Identitäre“ auf Tour mit Unsterblich-Capo

Anfang April 2017 sind zwei „Identitäre“, unter Anderem mit dem kürzlich aus der Haft entlassenen Unsterblich-Capo Christian Wagner, bei einem Fußballmatch in der Slowakei gewesen. Daniel Schordje und Mario Weiß sind seit 2 Jahren bei den „Identitären“ in Wiener Neustadt aktiv und bewegen sich schon seit längerem in der rechtsextremen Hooligan-Szene der Austria Wien. Weiterlesen

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Rechtsextreme Verstrickungen des RFS Teil 2: Christopher Mengersen – Hitlerfan und FPÖ-Wahlkämpfer

Nachdem wir vergangene Woche die Neonazi-Kontakte des Obmannes des „Rings Freiheitlicher Studierender“ (RFS) Markus Ripfl in den Fokus genommen haben, ist in Teil II der RFS-Geschäftsführer Christopher Mengersen an der Reihe. Vorweg: Er steht Markus Ripfl hinsichtlich rechtsextremen Kontakten und Gesinnung um nichts nach.

Mengersen ist erst seit ca. 8 Monaten in Wien und hat hier einen Blitzstart hingelegt. Er pflegt gute Kontakte in viele Bereiche des deutschsprachigen Rechtsextremismus und hat es in Wien offenbar auf einen Posten bei der FPÖ abgesehen. Bevor wir uns aber seinen Aktivitäten in Wien widmen, sehen wir uns seine Politisierung an: Weiterlesen

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Rechtsextreme Verstrickungen des RFS: Teil I Markus Ripfl – RFS-Obmann mit Neonazi-Connection

Wie versprochen melden wir uns mit neuem Content zurück: In einer kleinen Reihe wollen wir zentrale Akteur*innen des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) näher beleuchten. Insbesondere deren enge Verstrickungen in die neonazistische Szene und zu außerparlamentarischen rechtsextremen Organisationen werden wir in den Fokus rücken. Der RFS rekrutiert sich zu großen Teilen aus deutschnationalen Burschenschaften, mehrere Funktionäre wurden zudem in offen neonazistischen Strukturen politisiert. Aktuell haben sie Anti-Antifa zu ihrem bisher einzigen (Wahlkampf-)Thema für die anstehenden Wahlen zur österreichischen Hochschüler*innenschaft auserkoren und veröffentlichen regelmäßig echte wie falsche Klarnamen linker Aktivist*innen, Lehrender und Künstler*innen sowie Adressen alternativer/subkultureller Räumlichkeiten und Veranstaltungen. Dies steht im Kontext der allgemein starken Zunahme von Anti-Antifa-Arbeit der extremen Rechten. Auch die Traditionalisten von Unwiderstehlich, über deren Personalia wir bereits berichtet haben, das verschwörungstheoretische „info-direkt“ Magazin sowie das Olympia-nahe Blogprojekt „Unser Mitteleuropa“ verbreiteten in letzter Zeit Namen bzw. Daten politischer Gegner*innen. Diese Entwicklung werden wir auch weiterhin nicht unkommentiert lassen.

Teil I unserer Reihe beschäftigt sich mit Markus Ripfl, Landesobmann bzw. laut Vereinsregister(1) Vorsitzender des RFS Wien, seinem Werdegang, sowie aktuellen Verstrickungen in die gewaltbereite Neonaziszene. Weiterlesen

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Wieder online

Liebe Leser*innen!

Wie ihr wahrscheinlich bemerkt habt, war unser Blog einige Wochen offline. Der technische Fehler ist nun aber behoben und in Kürze werden auch die alten Artikel wieder vollständig verfügbar sein. Wer also schon Hoffnungen gehegt hat, uns längerfristig los zu sein: Zu früh gefreut.

Ein kleiner Spoiler: Neuer Content wird alsbald folgen.

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Von PEGIDA bis zur FHB – Erfolglose Organisierungsversuche von rechtsaußen

Nach der Neonazi-Gruppe „Unwiderstehlich“ möchten wir euch heute einen weiteren umtriebigen Zusammenhang der extremen Rechten vorstellen. Es handelt sich hierbei nicht um eine statische Gruppe, sondern vielmehr um einen Kreis Rechtsextremer, der in den letzten Jahren unter verschiedenen Labels versuchte, Fuß zu fassen. Diese Organisierungsversuche waren bisher von Misserfolgen und Spaltung bis zur Bedeutungslosigkeit geprägt und verliefen allesamt eher früher als später im Sand.

Personell handelt es sich bei der Gruppe im Kern um Markus Freisinger, Gerhard Bauer, Christian Arnoth, Siegmund Arnold, Georg Immanuel Nagel.

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