„Guntramsdorfer“ aus dem Knast entlassen

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Christian Wagner (mitte) mit Uwe Bahr (li.) und Mihaly Kocsis (re.) im Stadion

Christian Wagner („Guntramsdorfer“), einer der führenden Köpfe der neonazistischen Austria-Hooligans „Unsterblich Wien“, ist in den vergangenen Tagen aus dem Knast entlassen worden.
Seit dem Überfall auf das EKH im Oktober 2013 und dem anschließenden Prozess 2014, ist es recht ruhig um die Gruppierung geworden.
Einzelne Mitglieder erregen immer mal wieder aufsehen. Weiterlesen

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Uni Campus als Neonazi-Treffpunkt

Wie in den vergangenen Jahren, hat die Stiegl Ambulanz auch heuer am Campus der Universität Wien ein Public-Viewing zu einem Fußball-Großereignis veranstaltet. Die Stiegl Ambulanz war dabei immer wieder Treffpunkt für Neonazis, die sich, vor allem bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft, am Campus einfanden. Abgesehen von seiner zentralen Lage, dürften sich die rechtsextremen vor allem wegen des Lokals am Campus wohl fühlen. Denn der Betreiber der Stiegl Ambulanz, Heinz Pollischansky, ist ebenfalls Gründer und Inhaber der Centimeter-Kette, deren Lokale immer wieder beliebte Treffpunkte für die neofaschistischen „Identitären“ sind. Vor einigen Jahren ist das Campuslokal bereits aufgefallen, als deren Geschäftsführerin ankündigte keine „Zigeuner“ bedienen zu wollen. (DerStandard berichtete)
Zur heurigen Fußball-EM fand eine besondere Persönlichkeit ihren Weg in die Ambulanz. Gottfried Küssel, der 2011 als Hauptverantwortlicher für die neonazistische Homepage und dem dazugehörigen Forum „Alpen-Donau“ zu 7 1/2 Jahren unbedingter Haftstrafe wegen Wiederbetätigung verurteilt wurde, traf sich am 12.6. am Campus mit seinem Gefolge zum gemütlichen Public-Viewing.
Eigentlich sollte er planmäßig Anfang 2018 aus dem Knast kommen. Nachdem er berichten zufolge bereits vor einigen Wochen in einem Kaffeehaus in Wien gesehen worden sei, gibt es nun keinen Zweifel mehr daran, dass Küssel bereits 1,5 Jahre vor dem eigentlichen Ende seiner Haftstrafe zumindest das Privileg von Freigängen zugesprochen bekommen hat oder sogar, nach verbüßen von 2/3 der Strafe, wieder auf freiem Fuß ist. Die Bilder zeigen Küssel mit einschlägigen Kameraden, wie dem Neonazi Paul Blang und dem Burschenschafter+“Identitären“-Aktivist Thomas Kalcher-Cibulka.

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Gottfried Küssel (2. v.l.) und Paul Blang (4. v.l.)

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Thomas Kalcher-Cibulka (1. v.r.) und Paul Blang (2. v.r.)

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Outing-Broschüre veröffentlicht!

Die erste Ausgabe des Broschüren-Projekts der Recherche Wien ist vor kurzem veröffentlicht worden! Nachdem wir uns bereits seit knapp 2 Jahren intensiv mit der rechtsextremen Szene in Österreich beschäftigen und unsere Erkenntnisse seit Dezember 2014 über einen Blog (recherchewien.nordost.mobi) mit euch teilen, haben wir uns nun dazu entschlossen die relevantesten außerparlamentarischen Gruppen der extremen Rechten in Österreich, sowie ihre ProtagonistInnen, in Print- und Onlinebroschüren zu porträtieren.
Ziel der Broschüre ist es, einerseits die Ideologie anti-emanzipatorischer Gruppen offenzulegen und gleichzeitig, durch Outings und Veröffentlichung von Infrastrukturen, konkrete Ansatzpunkte zu ihrer aktiven Bekämpfung zu bieten. Weiterlesen

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Die Umstrukturierung der „Identitären Bewegung Österreich“ als Nebelgranate

Am 11. Juni will die „Identitäre Bewegung“ in Wien versuchen zu demonstrieren und schon seit Wochen werben die Aktivist*innen auf allen möglichen Kanälen für dieses Ereignis. Nur eine Person trat hierbei noch nicht in Erscheinung: Alexander Markovics.

Der unfreiwillig komische Redner, der bei diversen Auftritten immer mehr wirkte wie ein Roboter, den die „Identitären“ mit drei Sätzen programmiert hatten, als ein wirklicher Mensch.

Nachdem Markovics neben Martin Sellner von Beginn an eines der in den Medien präsentesten Gesichter der „Identitären Bewegung Österreich“ war und dieser noch bis vor wenigen Monaten vorstand, ist es im letzten Jahr sehr still um ihn geworden. Markovics partizipierte kaum mehr an größeren Aktionen und es schien, als hätte sich sein Aktionismus ab 2015 letztlich darauf beschränkt, Content für die Webseiten „identitäre-generation.info“ und „iboesterreich.at“ zu erstellen.

Im Frühjahr 2016 erfolgt dann die interne Umstrukturierung der „Identitären Bewegung Österreich“. Martin Sellner, ehemals Sprecher der „Identitären Bewegung Wien“, wurde zum Sprecher der „Identitären Bewegung Österreich“. Zusammen mit Patrick Lenart, der zuvor den Gruppen in der Steiermark vorstand und der zusammen mit Sellner zudem den Versandhandel „Phalanx Europa“ betreibt. Die Nachfolge von Martin Sellner in Wien übernahm Philipp Huemer, dessen erster medienwirksamer Auftritt in neuer Position erst kürzlich im Mobi-Video der „Identitären“ zum 11.Juni-Demo erfolgte und der zuvor in einigen öffentlichen Berichten über die „Identitäre Bewegung“ von Sellner als Kader eingeführt worden war. Darüberhinaus war Huemer als einer von 7 Kadern der „Identitären“ an einem Angriff auf Antifaschist*innen im Februar in Graz beteiligt. Weiterlesen

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Blood&Honour Vorarlberg

Gregor Schallert im Leiberl der dt. Blood&Honour Band White Resistance

Gregor Schallert im Leiberl der dt. Blood&Honour-Band White Resistance

In der Nacht des vergangenen Sonntags (22.05.) erschoss der Neonazi Gregor Schallert im vorarlbergischen Nenzing 2 Menschen beim Fest eines Motorradclubs, mit einem serbischen Kalashnikov-Nachbau. Ein zweites, identisches Modell befand sich noch im Kofferraum seines Wagens. Von vielen Medien wird diese Tat zu einem Beziehungsstreit verklärt. Zwar wird in den meisten Berichten auf die rechtsextreme „Vergangenheit“ Schallerts hingewiesen, allerdings tut sich die österreichische Medienlandschaft und Öffentlichkeit dann doch zu schwer den Kontext der Tat als politischen zu benennen. Denn, wenn ein Neonazi sich, trotz bestehendem Waffenverbot, 2 Sturmgewehre besorgen kann und damit 2 Menschen erschießt, dann sollte das einige Fragen aufwerfen. Eine öffentliche Debatte über rechtsextreme Organisierung und Gewalt sollte die Folge sein. Weiterlesen

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Beteiligte „Identitäre“ an Audimax Störung

Am 14.4. haben Teile der „Identitären Bewegung“ eine Theatervorstellung im Audimax gestört. Auffällig an der medialen Rezeption der Störaktion war, dass bürgerliche Medien keinen Anlass sahen zu skandalisieren, dass Mitglieder, die sich am 17.1. beim Angriff auf Antifaschist*innen beteiligt haben (Hintergrund), ebenfalls von der Partie waren, bzw. noch immer Schlüsselpositionen bei den „Identitären“ besetzen. Das beste Beispiel: Philipp Huemer war am 14.4. im Audimax mit Megaphon skandierend auf der Bühne zu sehen und trat auch nach seiner Beteiligung am Angriff in Graz immer wieder als Redner der „Identitären“ auf. Zum Beispiel bei einer Kundgebung der rechtsextremen Wiedeńska Inicjatywa Narodowa im Jänner.

Nagel Huemer

Huemer als Redner bei der W.I.N.

Huemer sollte für die „Identitären“ ebenfalls auf der „Merkel muss weg“-Demo am 7.5. in Berlin als Redner auftreten. Auf der FB-Veranstaltung ist er nicht mehr gelistet aber allein sein Auftreten im Audimax zeigt, dass die Inszenierung der „Identitären“, eine „gewaltlose“ Gruppierung zu sein, wieder einmal demaskiert wurde.

Bildschirmfoto vom 2016-04-18 21:47:27

Huemer als Redner in Berlin

Auch Dominic Hacker, Richard Schermann und Maximilian Mrak, welche ebenfalls am Angriff in Graz beteiligt waren, mischten bei der Aktion im Audimax mit. Weiterlesen

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Rechtsextreme Konsolidierung

Je größer die „Identitären“ werden, desto mehr müssen sie von ihrer Masche abrücken. Denn was im Jahr 2012 mit „weder links – noch rechts“ begann, äußert sich spätestens seit vergangenem Jahr, den Medien gegenüber, in einem klar nach außen getragenen rechten Selbstverständnis.
Die Intention ist klar: Stück für Stück sollen Medien und Gesellschaft für ihre schön verpackten rechtsextremen Forderungen (zB: „Remigration“) desensibilisiert werden.
Die Lage zum Thema Asyl und Migration spitzt sich weiter zu. Die politischen Entscheidungsträger*innen stellen gleichzeitig die Weichen auf reaktionäre Krisenlösungen. 50.000 Abschiebungen sind bis 2019 geplant und über Grenzschließungen wird sowohl in Deutschland als auch in Österreich laut nachgedacht. Weiterlesen

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Waffenauktion in Wien

Gestern (16.1.) fand im Dorotheum eine Waffenauktion statt. Geboten wurde vor allem auf Jagdgewehre und Faustfeuerwaffen. Im Vorfeld der Veranstaltung haben sich bereits AktivistInnen der rechtsextremen Szene angekündigt.
Ein guter Grund sich das Ganze mal genauer anzusehen.
Kurz nach Beginn der Versteigerung ließ sich der Neonazi Wolfgang „Autobombe“ Lechner im Ludwigstorffer Saal im Dorotheum blicken.
An den Jagdgewehren eher desinteressiert zog er sich nach kurzem, paranoiden Umherblicken zunächst zurück, tauchte dann allerdings wieder auf, um erfolgreich(!) bei den Pistolen und Revolvern mitzufeilschen.

Ebenfalls mitgeboten hat Walter Wolfgang aus dem Bezirk Neusiedl. Walter ist dem Ruf seines PDV-Kollegen Wolfgang Pestl, das Volk möge sich bewaffnen, offenbar gefolgt. Wolfgang stellt im Internet recht freizügig seine Vorliebe für Waffen zu Schau.

Wolfgang Walter

Walter Wolfgang posiert mit Sturmgewehr

Die Führer machens vor

Martin Sellner schreibt auf Twitter, dass er sich zum Glück vor dem „Asylwahn“ eine Waffe gekauft hat.

sellner knarre

Thomas Kirschner, Vorsitzender der PDV ruft offen zum Bürgerkrieg auf

bürgerkrieg

und oben erwähnter Wolfgang Pestl fordert die Bewaffnung des Volkes.

Es gibt unzählige Fälle die nahelegen, dass es vom rechtsextremen apokalyptichen Wahn bis zur schweren Körperverletzung oder zum Mord oft nur ein kleiner Schritt ist.
Die Erfahrungen des NSU sind ein Beispiel dafür, dass organisierte Gruppen von Neonazis es denkbar einfach haben sich Waffen zu besorgen und diese Konsequent einzusetzen.
Deshalb ist es wichtig den antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren und den Faschist_innen entgegenzutreten. Auf allen Ebenen.

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Türchen Nr. 24: Katharina Walter

kathi walterDer heurige Antifa Adventkalender öffnet heute das letzte Türchen. Katharina Walter tritt am 24.12.2015 über die Schwelle und beendet damit vorerst unsere Arbeit für dieses Jahr.

Katharina Walter ist FPÖ-Bezirksrätin im 3. Wiener Gemeindebezirk und Aktivistin der neofaschistischen „Identitären“. Sie arbeitet bei der TU Wien im Call Center.

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Katharina Walter mit den „Identitären“ bei der „Faymann Raus“-Kundgebung der NPÖ im November 2015

hohoho

„Der Retter des Abendlandes“

Es sind schon spannende Beiträge für das kommende Jahr in Planung und auch im Allgemeinen werden wir versuchen euch regelmäßig einen guten Überblick über die rechtsextreme Szene in Wien und Österreich zu geben.

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Türchen Nr. 23: Peter Dingsleder

dingsiPeter Dingsleder ist bei den „Identitären“ in der Steiermark aktiv. Er wohnt in Graz und ist bereits seit längerem bei der neofaschistischen Gruppe aktiv. Dingsleder ist auch Mitglied des Sturm Graz Fanclubs „Schwarz Weißer Süden“ aus Leibnitz. Darüberhinaus ist Dingsleder Alter Herr bei der Burschenschaft Cheruskia Graz.

dingsleder, lenart, strache

Patrick Lenart, Peter Dingsleder und HC Strache hängen gemeinsam rum

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