Handshakes zwischen Nazis

Letzte Woche noch in Budapest beim „Tag der Ehre“, wurden die Mitglieder der Neonazigruppe „Tanzbrigade“ Bernhard Burian, Michael Petrzela und Matej Vendis gestern während einer Corona-Demonstration beim Handschake mit Karin und Gottfried Küssel beobachtet.
Die Demonstrationen sind zwar kleiner geworden und finden nicht mehr jede Woche statt, sie dienen Rechtsextremen verschiedener Generationen aber nach wie vor und umso mehr als Treffpunkt. 
Immer noch nehmen Antisemit:innen, Verschwörunsgläubige, Corona-Leugner:innen, christliche Fundamentalist:innen, esoterische Halb-Faschist:innen und ihre Mitläufer:innen den Ring in Beschlag, um gesellschaftliche Ressentiments in Form von konformistischen „Corona-Rebell:innen“ auf die Straße zu tragen. 
Immer noch werden- unbehelligt von der Polizei- Journalist:innen angegriffen, Menschen rassistisch bedroht und immer noch werden bei diesen Demonstrationen rechtsextreme Ideologien und antisemitische Ressentiments massenhaft normalisiert. Regelmäßig sprechen dort Rechtsextreme und Neofaschist:innen, regelmäßig nutzen dort Mitglieder der „IB“ wie Martin Seller oder Jakob Gunacker die Gelegenheit, über Abschottungsfantasien, die Festung Europa und den Great Reset zu schwadronieren. Um Corona allein ging es diesen rechtsextremen Akteur:innen nie.
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Türchen Nr. 24: Kein Spielfeld für Nazis!

Alles hat ein Ende! Mit Türchen Nummer 24 geht der heurige Antifa-Adventskalender heute zu Ende. Beenden wollen wir den Kalender aber nicht mit einem weiteren Nazi, sondern mit einer weiteren antifaschistischen Mobilisierung! Diese liegt schon etwas länger zurück, doch sind wir der Meinung, dass es wichtig ist sich als Linke auch an die eigenen Erfolge zu erinnern.
Am 15. November 2015 planten die neofaschistischen „Identitären“ einen Aufmarsch in Spielfeld an der österreichisch-slowenischen Grenze. Dieser Aufmarsch reiht sich bis heute in eine Welle rassistischer Mobilmachungen ein. Immer wieder inszenierten sich „Identitäre“ und andere Faschist*innen an den Grenzen als „Grenzgänger“ oder „Verteidiger“ dieser Grenzen. Rechtsextreme versuchen an den ohnehin schon vorhandenen Rassismus in der österreichischen Gesellschaft und an die „Ängste“ von „besorgten Bürger*innen“ anzuknüpfen. Während die FPÖ bislang die autoritären Gebärden der von Abstiegsängsten und rassistischen Untergangsszenarios gebeutelten Österreicher*innen für ihren parlamentarischen Erfolg kanalisieren konnte, artikuliert sich dieser Rassismus längst auch auf den Straßen. Während noch immer Menschen bei Minusgraden und Schnee in Zelten ausharren müssen, der Innenminister ständig neue Wege sucht noch mehr Menschen abzuschieben, feiern Faschist*innen die Festung Europa. Die Folgen dieser Migrationspolitik lassen sich an den tausenden Toten an den europäischen Außengrenzen ablesen. Grenzzäune zwingen Flüchtende in lebensbedrohliche und oft auch tödliche Situationen.

Eine emanzipatorische Linke, die es mit der Solidarität mit Refugees ernst meint, muss gegen diese rassistischen Mobilmachungen, im Bewusstsein darüber zu welchen Verbrechen diese fähig sind, und gegen die Festung Europa in all ihren Formen entschlossen auftreten. Am 15. November 2015 waren gleich vier volle Busse aus Wien nach Spielfeld angereist, um sich den Faschist*innen entgegen zu stellen, sowie zahlreiche Genos*:innen aus Graz und Ljubljana. Nachdem die angemeldete Demoroute nach kurzer Zeit verlassen wurde, teilten sich die Antifaschist*innen in mehrere Finger auf und bahnten sich ihren Weg durch Weinberge und Wälder um aus unterschiedlichen Richtungen auf die Route der Nazis zu gelangen. Am Weg dorthin kam es an unterschiedlichen Punkten bereits zu Blokaden von anreisenden Faschos, sowie Angriffsversuche, die abgewehrt werden konnten. Als einer der Finger schließlich die Route erreichte, konnte die faschistische Demo nur mit massiver Verzögerung und einer abgeänderten Route stattfinden. Die Antifaschist*innen konnten den geordnete Rückzug zu den Bussen antreten, die Faschist*innen hingegen hat eine böse Überraschung erwartet: Von ihren Autos die zur Anreise verwendet wurden, waren über 80 nicht mehr in ihrem ursprünglich unversehrtem Zustand vorzufinden. Gegen die Festung Europa und seine Fans! Nazi sein heißt Probleme kriegen!
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Türchen Nr. 23: Elias Maria Schuch

Das vorletzte Türchen öffnet sich und der akkurat gestutzte Schnauzbart von Elias-Maria Schuch sticht ins Gesicht. Elias-Maria Schuch, in seiner Freizeit (grottenschlechter) Hardstyle-DJ, ist Posterboy mehrerer menschenverachtender Kampagnen der IBÖ. 
Aufgewachsen in Niederösterreich, spielte Schuch (sehr schlecht) Fußball und besuchte das BORG Mistelbach. dort hat er sogar einmal einen Philosophie Wettbewerb für Kinder gewonnen.[1]
Als mieser Hardstyle DJ legt Schuch aka 2Facez regelmäßig im B10 Hagenberg für versoffene Landeier auf. Wer ihm einen Besuch abstatten möchte, kann ihn dort am 25. 12. auf 6 Floors suchen. [2][3]

 

In der rechtsextremen IBÖ ist Schuch nun schon seit mehreren Jahren aktiv. Zwar hat er es nicht wie Gunacker zum YouTube-Star geschafft, Schuch ist aber sowas wie der „Asyl“-Posterboy der IBÖ geworden. So schwadroniert er etwa im Zuge der hetzerischen Heimatkurier Kampagne „Asylmelder“ über die vermeintliche Invasion geflüchteter Menschen, die Europa bevorstehe. [4] Gemeinsam mit den Menegus Schwestern (die auch einen Platz in unserem Kalender gefunden haben) fordert er im Rahmen der rassistischen und menschenfeindlichen „Grenzgänger“-Kampagne andere Rechte auf, die „Grenze zu bestreifen und flüchtende Menschen aufzugreifen und zu melden“. [5] Diese Kampagnen -dessen Gesicht Schuch ist- zeigen den Rassismus der faschistischen „Identitären“ ganz exemplarisch. Seit einigen Monaten schon spielen Neofaschist*innen immer wieder chauvinistische Bubenspiele für Erwachsene und veranstalten eine Bürgerwehr an der Grenze zu Ungarn. Tatsächlich sind es zumeist Polizist*innen, Frontex-Beamte oder Militär, die flüchtende Menschen mit ihrem „Grenzmanagement“ unmittelbar in Lebensgefahr bringen. Tausende sind diesem „Management“ bereits zum Opfer geworden. Die „identitären“ feiern dieses menschenverachtende und mörderische System noch.

Schon nicht weiter verwunderlich, dass Schuch zudem auch beste Kontakte zur FPÖ -die dieses mörderische Grenzsystem wesentlich trägt- pflegt: so posierte er etwa während einer (mickrigen) „Demonstration“ im Februar 2022 breit grinsend mit FPÖ-Generalsekretär und Nationalratsabgeordneten Michael Schnedlitz: beide machen das rassistische White Power Zeichen. [6]
2022 hielt Schuch einen „Vortrag“ in der von rechtsextremen Patrioten“ betriebenen Kulturfestung. Die Betreiber – u.a. Erik Freischütz, Thomas Schraith (der im Zitadellen-Gym in Graz gemeinsam mit anderen „Identitären“ und Faschisten trainiert) oder etwa der „Naturliebhaber“ Peter Mayer- dümpeln allesamt im braunen Sumpf der österreichischen rechtsextremen Szene herum. Dieser Verein hat sich ganz dem „Erhalt der völkischen und germanischen Kultur“ verschrieben. Beliebte Kurse sind etwa: Schwertkampf, Sensenmähkurs (das Mittelalter lässt grüßen) und Haushalt-und Nähkurse (für Frauen). Auch esoterische Schwurbelvorträge werden – ganz der völkischen Tradition folgend- dort angeboten:  „Exoplaneten und Radiowellen“ [7]
Regelmäßig treten Mitglieder der IBÖ als Redner*innen auf, unter ihnen neben Schuch auch Sellner und Gunacker. Harald Wieder (IB Steiermark) ist quasi bei jeder Veranstaltung dort anwesend. 

Aber wieder zurück zu Schuch: auch die Fotos von seiner diesjährigen Hochzeit sind Zeugnis seiner stramm rechtsnationalen Gesinnung: in Trachten und mit  Hitlerjugend-Frisur posiert das Hochzeitspaar vor einem deutsch-nationalistischen Denkmal mit der Aufschrift „Unseren Ahnen zu Ehre!“. [8]
Oh Elias 2facez Schuch, wäre er mal lieber Philosoph geworden! 

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Türchen Nr. 22: Bernt-Pascal Stöger

Wir nähern uns dem Ende! Hinter Türchen Nummer 22 im Antifa-Adventkalender findet sich Bernt-Pascal Stöger. Babyface Stöger gehört zur (zahlenmäßig sehr kleinen) jüngeren Nachwuchsgeneration der „Identitären“. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der IBÖ ist er stets mit brav nach rechts gekämmten Scheitel- im rechtsextremen Umfeld der Corona-Demos sowie bei christlich-fundamentalistischen Aufmärschen häufig anzutreffen. Generell schienen ihm die Proteste gegen die Coronamaßnahmen in den vergangenen zwei Jahren ein besonderes Hauptanliegen gewesen sein. Waren „Identitäre“ auf diesen Demos zu sehen, war Stöger zumeist auch dabei.
Bekannt ist Bernt-Pascal nicht nur durch die vielen Corona-Demonstrationen, die er besuchte, sondern auch aus dem Gerichtssaal im #antifa2020-Prozess. Während Rene Alexander Friedrich und andere „Geschädigte“ von Traumata und schwersten Beeinträchtigungen sprachen und hohe Schmerzensgeldforderungen stellten, wollte Bernt-Pascal gerade einmal 50 Euro für seine „Schmerzen“. Ganz so schlimm dürften die Watschen also nicht gewesen sein….
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Türchen Nr. 21: Mario Krizan

Türchen Nummer 21  im Antifa-Adventkalender 2022 gehört Mario Krizan. Der in Wiener Neustadt geborene Faschist ist immer wieder gemeinsam mit anderen bekannten Gesichtern der „Identitären“ und der Wiener Rechtsextremen -darunter Christian Charous oder Peter Sturm- auf Veranstaltungen, Kundgebungen und Demonstration der Faschist*innen zu finden. Freundlich für die Kamera posierte er beispielsweise gemeinsam mit Peter Sturm Dieter Grübl auf einer Kundgebung vor dem Justizministerium am 15. Februar 2019. Darüber hinaus scheinen dem Faschisten auch antifeministische Inhalte ein besonderes Anliegen zu sein, besuchte er in der Vergangenheit gleich mehrmals den fundamentalistischen und homo- und queerfeindlichen „Marsch für die Familie“. 
Und wenn Mario nicht gerade selbst für die Kamera posiert, fotografiert er auf verschiedenen Konzerten, besonders gerne auf Metalore/Hardcore oder sogar Pop Punk-Shows. [1] Sprecht Mario doch bei nächster Gelegenheit also gerne auf seine rechtsextreme Gesinnung an, solltet ihr ihm zufällig über den Weg laufen.

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Türchen Nr. 20: Robin Engelhart

„Ich bin Robin Engelhart und liebe es, Leuten beim Umzug zu helfen. Für manche ist das eine Tätigkeit, die sie lieber verdrängen würden. Für mich ist es eine Tätigkeit, die mich immer wieder vor neue Herausforderungen stellt und die ich mit meinem Team mit Begeisterung meistere.“ So versucht, der Neofaschist Robin „Robinovic“ Engelhart, sich als braver junger Unternehmer [2] darszustellen. But u can’t fool nobody, Robi! 

Aber mal von vorne: Robin Engelhart, seines zeichens Mitglied der IBÖ, Burschenschafter mit FPÖ-Vergangenheit in OÖ, BJJ und MMA Fighter, (erfolgloser) Molekularbiologie-Student in Graz und seit neustem auch Möbelpacker. Die Liste seiner Berufungen ist lange, eines steht jedoch fest: ein Fascho ist er auf jeden Fall. 
Im August hat Robin in Graz ein Gewerbe angemeldet und versucht sich seitdem als seriöser, braver Möbelpacker. Dass das brave Image wieder mal nur Schein (und dazu noch nicht mal gut getarnt ist) zeigt sich schon beim ersten Blick auf das neue Instagram Profil: unter anderem arbeiten dort andere aus dem Umfeld der IBÖ sowie FPÖ bekannte Personen: Ivan Kormilitsyn, Patrick Heidegger sowie Laurenz Großmann. Letzterer hat in dem Recherche-Kalender schon ein eigenes Türchen bekommen. Er arbeitet häufig für Robins Umzüge und gibt übrigens auch großartige Tipps, rückenschonend Kisten zu schleppen. Danke an dieser Stelle für die kostenlose Health-inspo! 

Die Meldeadresse der Firma ist die Bergmanngasse 3 in Graz. Genau dort befindet sich das Germanenhaus, also das Haus der schlagenden, deutschnationalen Burschenschaft Germania zu Graz. Gleich das zweite Bild auf der Homepage der Burschenschaft zeigt den Möbelpacker Robin, wie er brav in Couleur den Grazer Schlossberg hinaufstapft. [3]

Ein genauerer Blick ins Impressum zeigt noch mehr rechtsextreme Verbandelungen auf: zuständig für das objektiv hässliche und einfallslose Design der Website sind „https://moker.at/„. Dahinter stehen keine anderen als Luca Kerbl (früherer Sprecher der IB Steiermark) und Günther Moser. Beide sind im rechtsextremen KampfsportMilieu tätig undobwohl sie sich in der Öffentlichkeit „apolitisch zeigen“-  immer noch bestens mit der rechtsextremen Szene verknüpft. Zum Beispiel stammen die zwei Rezensionen auf der Homepage ihrer Firma  jeweils von einem der Betreiber vom „Zitadellensport-Verein“ sowie von Markus Totz Neonazi und (surprise) Kampfsportler. 

Neben Robins Umzüge hat Engelhaft noch ein zweites Unternehmen gegründet: „Robins Facility Management“, auch das hat den Firmensitz im Haus der Burschenschaft und natürlich stammt auch diese Website von Kerbel und Moser. 

In seiner Freizeit trainiert Engelhaft am liebsten im Kampfsport-Zentrum „Zitadellen Sport Graz“. Dort trainiert neben weiteren IB-Exponaten Thomas Schraith oder Luca Kerbl regelmäßig auch der Kasseler Faschist und nun in Salzburg wohnhafte und beim RFJ Salzburg und der IBÖ organisierte Marvin Sander. Der gut vernetzte Kampfsportler Markus Totz, der seine Diplomarbeit an der Universität Graz über das akademische Mensur-Fechten geschrieben hat, besitzt außerdem direkt neben dem Zitadellen-Gym einen Schießplatz, an dem er besorgten Bürger*innen die Fähigkeiten vermitteln will, sich selbst mit einer Schusswaffe zu verteidigen. Die Website und der Online-Auftritt des Schießplatzes wurden im Übrigen wiederum von der Firma „Moker Graz“ gestaltet. 
Das Zitadellen-Gym in Graz ist zentraler Angelpunkt des identitären Kampfsportes, dort wird auf professionellem Niveau mit teils internationalen Trainer*innen Kampfsport mit Fokus auf BJJ und MMA betrieben. Im Zitadellen-Gym trainieren oft auch unter der Leitung Daniel Schordjes Luca Kerbl, Robin Engelhart, Thomas Schraith, der aB! Arminia Graz-Burschenschafter Erik Bergmayer, Günther Moser sowie der Kasseler Rechtsextremist Marvin Sander. An der Inszenierung als elitärer Männerbund hat sich bei den dort Trainierenden nichts geändert, wie man ihren Social-Media-Kanälen entnehmen kann. Betont maskulin-sportlich posiert man so gerne nachts als wehrhafte Gruppe, die dazu bereit ist, ihren „Mann“ zu stehen. Umso bedenklicher ist es, dass neben Daniel Schordje auch Luca Kerbl und Robin Engelhart an internationalen Turnieren und Meisterschaften teilnehmen. Erst kürzlich konnte er den Titel des Vize-Europameisters im BJJ für sich erkämpfen und wieder hat es niemanden interessiert.

Sowohl Markus Totz als auch Engelhart und Schordje machen keinen Hehl aus ihrer Leidenschaft zum Militär und Bundesheer. Es handelt sich beim Zitadellensport Verein also um ein militarisiertes rechtsextremes Milieu, in dem sich Neonazis und Rechtsextreme ungestört bewegen. Im Kontext der hohen Gewaltbereitschaft, die von einigen Exponenten dieser Szene ausgeht, stellt die zunehmend zu beobachtende Professionalisierung der Gewaltmittel – sei es die Schulung an der Waffe, oder die Vorbereitung für den Kampf auf der Straße mittels MMA-Techniken – eine reale Bedrohung für alle dar, die nichts ins Weltbild der Faschist*innen passen.

[1] Zur österreichischen Kampfsportszene siehe https://oera.noblogs.org/aktuelle_entwicklungen/
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Türchen Nr. 19: Menegus-Schwestern

Im heutigen Adventtürchen haben wir ein ganz besonderes Schwesternpaar für euch recherchiert: Die Menegus Sisters, bestehend aus Annarita Menegus, die neben ihrer Funktion in der Parteijugend der F, dem Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ), auch gerne mal an den armseligen Versammlungen der „Identitären“ teilnimmt, Antifeminismus propagiert oder bei den Demos der Corona-Leugner*innen die Shoah relativiert. Sympathie hingegen empfindet sie für die Taliban und ihre Befreiung von den USA. Auch Schwesterchen Magdalena ist sowohl bei Soli-Events mit den Identitären ebenso wie Covidiot*innen-Demos gemeinsam mit FPÖ-Kameraden und Neonazi-Hools anzutreffen.
Annarita erlangte vor allem aufgrund ihres Social Media Aktivismus Bekanntheit, da dieser in den vergangenen Jahren mehrfach für Aufsehen gesorgt hat. In ihrem Unmut über das Vorgehen der Polizei gegen eine Demonstration von Covid-Leugner*innen vergleicht sie Tränengas schon mal mit Zyklon B und setzt polizeiliche Maßnahmen in Beziehung mit der industriell betriebenen Massenvernichtung von über sechs Millionen Juden und Jüdinnen. Dass sie ihre Accounts inzwischen auf Privat gestellt hat, dürfte aber vor allem im Zusammenhang mit ihren Jubelbekundungen zum Sieg der Tabilan nach dem Abzug der USA aus Afghanistan zu tun haben, der sich nicht nur bei ihren Retweets der Propaganda Meldungen des Tabilan-Sprechers Suhail Shaheen zeigte. Auch in weiteren Posts beschreibt sie die Machtübernahme der Tabilan als „Krieg der Befreiung“ und während sie hierzulande gegen jene Menschen auf die Straße geht, die vor den Taliban fliehen, wünscht sie sich für Afghanistan, dass es „seine wahre Identität zurückerlangen und fortan nach seinen Traditionen leben“ soll – soviel zur oft in rechtsextremen Kreisen propagierten Bekämpfung der Fluchtursachen. Die versuchte Schadenbegrenzung in Form eines „erklärenden“ Beitrags in dem rechtsextremen Drecksblatt info-direkt, voll gepackt mit Anti-US-Amerikanismus, Antiimperialismus, Whataboutism und Kulturrelativismus konnte sie aus dieser Peinlichkeit allerdings auch nicht mehr retten.

Auch Antifeminismus darf in journalistischen Mottenkiste von Annarita nicht fehlen. So veröffentlichte sie beispielsweise am 8. März im bereits genannten Propagandaorgan einen in rechtsextremer Einfältigkeit kaum zu unterbietenden „Kommentar“. Dort fordert sie „Weltfrauentag: Wir brauchen Männer. Richtige Männer!“ Der Feminismus scheint auf jeden Fall einiges richtig gemacht zu haben, wenn die selbst ernannte Heimatschützerin und Traditionsbewahrerin zum Ergebnis kommt, dass er „zur seit Jahrzehnten fortschreitenden Verweichlichung und Verweiblichung des Mannes geführt“ hat.

Dass die Weltsicht der gebürtigen Südtirolerin wohl von den Dolomiten begrenzt wurde, zeigt sich auch in ihrer im Text weiter ausgeführten Ehrenrettung der Männer: „Männliche Eigenschaften sind niemals „toxisch“, im Gegenteil: Starke Männer sind essentiell für eine gesunde und blühende Gesellschaft.“ Außer der altbekannten rechtsextremen Beschwörung der vermeintlichen Natürlichkeit von Geschlechterverhältnissen hat auch Annarita nichts zu bieten und so macht sie ihre Naturverbundenheit zum politischen Programm (und dürfte dabei wohl etwas zuviel frische Luft eingeatmet haben): „Die Bestimmung von Mann und Frau ist einfach von Natur aus grundsätzlich unterschiedlich. Am heutigen Frauentag sollten wir uns für die Wiederkehr der richtigen Männer stark machen und das Leben, das Feminine und das Mütterliche feiern!“

Neben den zwei Beiträgen tut sich Annarita noch ein weiteres Mal auf info-dirket in Punkto Antifeminismus hervor. In einem gemeinsamen Text mit Geschäftsführer Michael Scharfmüller bejammert sie den Geburtenrückgang, macht aus ihrem antiquierten Frauenbild abermals kein Hehl („Der Frau obliegt es, Mutter zu werden, zu erhalten, zu ernähren und zu erziehen.“) und zeigt dadurch einmal mehr, dass die von ihr beschworene Familie weniger zu jeder funktionierenden Gesellschaft beiträgt, sondern die Keimzelle des Faschismus selbst darstellt. 
Auch Schwesterchen Magdalena durfte bereits bei info-direkt vorsingen. Bei einem von dem Drecksblatt veranstalteten Vernetzungsevent in OÖ sorgten die beiden Schwestern für eine musikalische Darbietung. Wem bei der Vorstellung nicht graut, der*die wird auch auf Youtube fündig, wo die Sisters „Little Talks“ zum besten geben. Die Textzeilen „Hey! Don’t listen to a word I say “ könnten beiden durchaus ernster nehmen. Dass die beiden Schwestern nicht nur ihre menschenverachtende Ideologie teilen, sondern auch einen schlechten Musik- und Modegeschmack, zeigt sich auch an anderer Stelle. In identitäre Fanshirts gehüllt und Transparente tragend machten die beiden Sisters beispielsweise am 31.7.2021 aus ihrem Fantum für die Identitären kein Geheimnis. Beim Protest gegen das Verbot der Symbole der Identitären und ihrer Tarnorganisationen veranschaulichten sie gemeinsam mit weiteren RFJ-Funktionären erneut, dass das Verhältnis zwischen Freiheitlichen und Identitären alles andere als inexistent und distant ist. Auch insgesamt machen die beiden Schwestern deutlich, dass Rechtsextremismus auch Mädelsache ist.  
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Türchen Nr. 18: Make Racists Afraid Again!

Vierter Advent! Noch fünf Tage bis zum Ende unseres Kalenders! Heute: eine erfolgreiche antifaschistische Mobilisierung gegen die „Identitären“ aus dem Jahr 2019!
Am 7. September ruften die Neofaschist*innen der „Identitären“ zu einer Demonstration am Wiener Kahlenberg auf. Seit 2017 wird von ihnen anlässlich der Schlacht am Kahlenberg im Jahr 1683 ein Fackelmarsch zur „Verteidigung Europas“ abgehalten. Es ist durchaus kein Zufall, dass sich auch der rassistische Massenmörder von Neuseeland auf den Mythos von 1683, der sogenannten „Türkenbelagerung“ bezieht. Die Jahreszahl und andere Verweise schrieb er auf seine Waffen, mit denen er 50 Menschen ermordete. FPÖ, Identitäre und auch der Rechtsterrorist von Christchurch teilen eine gemeinsame rassistische Ideologie, die im Endeffekt immer auf (tödliche) Gewalt hinausläuft. 
Schon am Vorabend zeigten hunderte Antifaschist*innen, dass antifaschistischer Protest sich nicht nur darauf erschöpft öffentliche Auftritte rechtsextremer Gruppen zu begleiten. Es geht auch darum, die Infrastruktur der extremen Rechten offenzulegen um sie auch langfristig daran zu hindern, ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten zu können. Mit einer wütenden Demonstrationen zogen Antifaschist*innen an diesem Abend am ehemaligen Hostel des „Identitären-Paten“ Christian Charous in der Löhrgasse 20, 1150 vorbei. Die vielen antifaschistischen Interventionen an diesem Ort -das habt ihr bereits in unserem Adventskalender erfahren- waren hier erfolgreich. Dieses Hostel gibt es heute nicht mehr. Unser nächstes Ziel: der Schimmelkeller der „Identitären“ im 5. Bezirk, der auch Charous gehört.
Die eigentlich geplante rassistische Mobilisierung am 7. September konnte dank antifaschistischer Proteste überhaupt nicht stattfinden. Beide Zugfahrtswege zum Wiener Kahlenberg waren über Stunden durch Antifaschist*innen blockiert. Für die Faschist*innen gab es an diesem Tag kein Durchkommen! Sogar ihre spontane Mobilisierung in der Innenstadt konnte von den gleichen Antifaschist*innen noch am gleichen Abend entschieden, entschlossen und lautstark gestört werden. Ein massives Polizeiaufgebot samt Hunden musste die Faschist*innen einmal mehr schützen. 
Das Motto dieser Mobilisierungen hat an Aktualität nichts verloren: Make Racists Afraid Again! Rassismus tötet, und deshalb werden wir mit aller Entschlossenheit dafür kämpfen, dass sich diese Ideologien nicht noch weiter ausbreiten. Gegen ihre falsche rassistische Spaltung stellen wir die Perspektive auf eine solidarische herrschaftsfreie Gesellschaft. Eine Gesellschaft, in der alle ohne Angst verschieden sein können, in der ein gutes Leben für alle Menschen möglich ist – eine Gesellschaft frei von kapitalistischer Konkurrenz oder ausgrenzenden Nationalstaaten, samt der menschenverachtenden Ideologien, die ihre Herrschaft absichern und legitimieren.
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Türchen Nr. 17: Nelsi Pelinku

Für das nächste Türchen haben wir ein paar sehr interessante Informationen recherchiert. Dürfen wir vorstellen: Herr Pelinku. So dürften ihn zumindest seine Schüler*innen in der Musikmittelschule St. Michael in St. Michael im Lungau nennen. Denn Nelsi Pelinku ist dort nämlich Lehrer für Deutsch und Englisch [1]. 
Und was macht Nelsi, wenn er nicht gerade Kinder und Jugendliche rechte Scheiße indoktriniert? Wie ihr auf folgenden Bildern sehen könnt, marschiert Nelsi Pelinku gern mit Rechtsextremisten auf Coronademos oder reiht sich ein bei den christlichen Fundamentalist*innen beim Marsch für die Familie. Auch bei den „Identitären“ geht Nelsi gern ganz vorne in der ersten Reihe und scheut sich nicht sein faschistisches Gedankengut öffentlich zu zeigen. Ob seine Schule davon weiß? Es lohnt sich nachzufragen! Ihr könnt die Schule, in der Nelsi Pelinku Lehrer ist, unter der Nummer +43 6477 / 8214 oder +43 699 / 121 035 39 erreichen. Dass ein Lehrer mit Rechten und Neonazis marschiert und sich mit ihnen in die erste Reihe stellt, ist nun wirklich Grund genug zur Sorge! Das kann nicht dem Bildungsauftrag der Musikmittelschule St. Michael entsprechen. 

Wie kann es sein, dass Nelsi Pelinku, ehemaliges „Känguru der Mathematik“ und Zivildiener in der dominikanischen Republik einen so menschenverachtenden Weg einschlägt? 2014 erzählt der damals 22-jährige Nelsi im Pfarrblatt [2] von seinem Weg zu Jesus und wie er entschied, dem Herrn zu folgen. Wir haben da ein paar Fragen. Welchem Herren folgst du da genau, Nelsi? Pelinku schreibt davon, dass er, nachdem er Ende 2013 eine sehr gottferne und sündhafte Phase in seinem Leben hatte, Jesus die Führung in allen Lebensbereichen überlies. Wir glauben nicht, dass Jesus dich in die erste Reihe der „Identitären“ Demonstration geschickt hat, Nelsi. Der Grund dafür ist einzig und allein dein menschenverachtendes rassistisches, sexistisches, antisemitisches Weltbild! #pelinkuausdemklassenzimmerschmeißen

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Türchen Nr. 16: Gernot und Gerfried Schmidt

Unser heutiges Türchen ist den Brüdern Gernot und Gerfried Schmidt gewidmet. Sichtlich inspiriert von der Namensgebung der Kardashians nannten die Eltern ihre insgesamt vier Kinder Gernot, Gerfried, Gerit und Gerhild. Ob sie alle vier Kinder Gerri rufen?
Gernot ist Teil der Burschenschaft Olympia und fällt seit kurzer Zeit zunehmend in den ersten Reihen der „Identitären“ auf. Von 2017 bis 2018 war Gernot Landesvorstand beim RFS, verabschiedete sich dann aber von Uni-Politik und widmete sich intensiver den „Identitären“. Seinen Z-Promistatus erreichte er dann mit den Schwurbeldemos, in denen er ab und zu eine führende Rolle einnahm und in den ersten Reihen teils sogar mit Megaphon tanzte. Nun ist das Narbengesicht in Wien unter Faschos und Linken relativ bekannt. Immer wieder kursieren Fotos von Gernot im Netz, wie zum Beispiel beim wöchentlichen Spaziergang zum Schimmelkeller. Gernot ist an den meisten Aktionen des kunstaffinen Faschozusammenschlusses „Widerstand in Bewegung“ oder „Patrioten in Bewegung“ oder „Wiener Wehrmänner“ (alles die gleichen 15 Hanseln) beteiligt und kann trotz Verkleidung immer identifiziert werden. Der schlaue Gerri benutzt sogar manchmal Fotos dieser Aktionen als Profilbild. So ernst kanns ihm also nicht sein mit der Nicht-Erkennung. Wer möchte, kann sich beim Gernot ein Autogramm abholen gehen, nämlich im Studentenheim Auge Gottes in der Nußdorferstraße 75 im Zimmer 202.
Wir hoffen wir können dir mit diesem Beitrag eine kleine Freude bereiten, Gerri.

Sein kleiner Bruder Gerfried Schmidt wohnt nicht weit. Ein paar Zimmer weiter, nämlich im Zimmer 403 im gleichen Studentenheim.Damit ihr Gerfried auch erkennt, hier noch einige Bilder vom unbekannteren Schmidt-Bruder, der aber auch immer wieder auf Veranstaltungen und Demonstrationen der „Identitären“ zu finden ist.
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