Türchen Nr. 14: Roman Franz Joseph Möseneder

Die Geschichte Mösenenders ist die eines gescheiterten Mannes. Möseneder wurde 2003 als Sohn einer wohlhabenden Familie in der Nähe von Salzburg geboren. Von 2010 bis 2018 versuchte er sich im Fußball. Das Scheitern begann beretis dort. Als die Fußballlaufbahn nichts wurde, beschloss Möseneder mit nur 14 Jahren sich in der Karriere eines Journalisten zu versuchen. Die Pubertät und die Rebellion gegen die Eltern veranlassten ihn zu 3-4 linksgerichteten Artikeln in der VICE [1]. Doch auch hier versagte er nach nur kurzer Zeit. Die Rebellion hielt wohl nicht lange an und Roman gesellte sich wieder zu den Naziboys, so wie auch sein Vater einer ist. [2]
So weit, so vorhersehbar. Roman war schon früh im Umfeld der „Identitären“ unterwegs. Er war zeitweise RFJ-Salzburg-Obmann, legte dann aber seine Funktion zurück. Grund war sein Verhalten auf einer Demonstration der Coronaleugner*innen [3]. Er zeigt „aggressives Verhalten“ und kickte eine Rauchfackel in Richtung der Polizei. Das Scheitern geht weiter. Auch in der Kickboxkarriere im Polizeisportverein Salzburg konnte Franzl sein Versagen unter Beweis stellen. Roman verlor mehrere Kämpfe 2022 bei der österreichischen Staatsmeisterschaft. Auch außerhalb des offiziellen Rings hat Roman schon häufiger aufs Maul bekommen. Ach.. Wo sollen wir anfangen, wo sollen wir aufhören. Eine Serie des Scheiterns. Man könnte fast Mitleid haben, Joseph. Wärst du nicht ein mieses, rassistisches, menschenverachtendes Arschloch. Also nimm weiterhin deine Beine in die Hand, wenn du uns siehst. So wie du es schon einmal gut geübt hast. 

Roman besitzt nebenbei seit Mai 2021 eine Werbeagentur in der Kirchenstraße 3 in Göming. Wir haben gehört dass Göming ein wunderschöner Ort für einen Spaziergang ist. Für Sight Seeing Tipps geht doch einfach mal beim Franzl vorbei oder ruft ihn an unter: 06605778335 [4]

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Türchen Nr. 13: Jakob Gunacker

Nachdem der Identitärenchef Martin Sellner nach dem offiziellen Verbot der Organisation eher in den Hintergrund gerückt ist, wird nun Jakob Gunacker regelmäßig in die erste Reihe gehievt. Beim Versuch die Fußstapfen von Sellner zu füllen, scheitert er jedoch durchwegs. Er kann sich den Scheitel so weit nach rechts frisieren, wie er möchte – rhetorisch wird er über „während wir hier sind brennt die Grenze und wir müssen dorthin gehen, wo es brennt, nämlich an die Grenze, wir bauen einen Zaun, wir werden einen großen Zaun bauen […]“ nicht hinauskommen. 

Gunacker, der sich zwar schon längere Zeit im Umfeld der „Identitären“ bewegt, bis jetzt aber noch nicht im politischen Vordergrund stand, ist der Bundesleiter des neuen rechtsextremen Organisationsversuchs DO5 – Die Österreicher. Der 27-jährige ist aber nicht nur Rechtsextremist, sondern „zertifizierter Coach“ der Lehre des sogenannten „Instinktbasierenden medizinischen System“ (IBMS). Gründer dieser Pseudomedizin, die von sich selbst behauptet durch Wundermittel Krebs heilen zu können, ist ein gewisser Bernd Klein, der unter dem Namen Leonard Coldwell fingiert (https://www.derstandard.at/…/wie-die-identitaeren-die…). Leonard Coldwell alias Bernd Klein teilte auf einem seiner (mittlerweile stillgelegten) Facebook-Accounts auch holocaustrelativierende und antisemitische Inhalte. Zum Beispiel heißt es in einem geteilten Artikel, das Rote Kreuz habe bestätigt, dass die sechs Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden nur ein „Schwindel“ seien. An anderer Stelle schreibt Coldwell „die ‚angebliche‘ koordinierte Ermordung von sechs Millionen Juden werde derzeit als ‚weiterer Holocaust‘ von der ‚Impfstoffindustrie‘ wiederholt“. 

Auf SocialMedia posiert der Neo-Nazi Gunacker regelmäßig in Bomberjacke irgendwo im Wald oder auf Feldern und will dem Publikum dabei vermitteln, er wäre Grenzgänger und beschütze die Österreicher*innen vor illegalen Zuwanderer*innen.  Auf den Coronademos inszeniert er sich als „Wellenbrecher“ in khakifarbener Uniform, was bei seinem Hang zu Esoterik und Verschwörungserzählungen nicht verwunderlich ist. 

Jakob hat eine ziemliche Transformation hingelegt. Kannten wir ihn vor kurzem noch als Erscheinung eines ungefähr 12-jährigen blonden Teenagers oder mit einem Gackisackerl über dem Kopf, so hat er sich in den letzten Jahren weiter radikalisiert und scheute sogar nicht davor zurück mit seinem Auto (welches wenige Monate später in Flammen aufging) in eine Menschenmenge zu fahren.[1] Gunacker ist stets mit Pfefferspray bewaffnet [2] und setzt es auch gern ein, also seid vorsichtig wenn ihr ihm ein Gackisackerl für seinen Kopf gebt!

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Türchen Nr. 12: Alexander Schleyer

Der ehemalige Marinesoldat Alexander Schleyer kann als identitäre Altlast eingestuft werden, der seit Sekunde eins fehlgeleitet, auf eine Vielzahl von politischen Fehltritten zurückblicken kann. Bereits in seiner Heimatstadt Bonn, wo er am 7. April 1987 geboren wurde, irrte er in der rechtsextremen Szene umher und beteiligte sich gemeinsam mit Hans-Helmut Knütter an der Zusammenstellung der Chroniken zum „Linksextremismus“ in Deutschland auf der Anti-Antifa Rechercheseite http://www.links-enttarnt.net, die mittlerweile nicht mehr abrufbar ist. 
Abseits des braunen Sumpfs gilt Alexanders Leidenschaft der Pseudo-Poesie. Zuspruch bekommt er dafür in erster Linie nur von Gleichgesinnten, so belohnte der „Verein Journalismus und Jugendkultur Chemnitz e. V.“, der auch das rechte Jugendmagazin „Blaue Narzisse“ publiziert, Alexander für eins seiner Gedichte mit dem „Franz Kafka Jugendkulturpreis“(sic!) und 300 €. Doch der große „Ruhm“ blieb wie zu erwarten aus. Er zog schließlich nach Wien und ist aktuell in der rechten Wienzeile 117 in 1050 Wien ansässig.
In Wien angekommen studierte er Germanistik auf der Universität Wien, und trat sogleich der Burschenschaft des akademischen Corps Hansea (C! Hansea) zu Wien bei und beteiligte sich des öfteren am Burschibummel auf der Unirampe. Dabei entdeckte der konservative Alex Bodymodification für sich und bekam von seinen Faschofreunden bei der Mensur eine Narbe ins Gesicht gekratzt.

Zeitweise arbeitete Alexander Schleyer als parlamentarischer Mitarbeiter für den ehemaligen FPÖ Nationalratsabgeordneten Christian Höbart [1] (mittlerweile Generalsekretär des Team HC Strache), nachdem er allerdings positiven Bezug auf einen Holocaustleugner nahm und rassistische Beleidigungen postete, war er sogar dem braunen Potpourri der FPÖ zu viel. 
Alexander Schleyer wurde 2017 daraufhin erster Offizier auf der C-Star, wo er gemeinsam mit Martin Sellner und anderen Identitären unter dem Titel „Defend Europe“ versuchte Menschen an ihrer Flucht nach Europa zu hindern und nahm dabei bewusst die Gefährdung ihrer Leben in Kauf – was an Widerwärtigkeit und Menschenverachtung kaum zu übertreffen ist. [2]

Seine gescheiterte politische Laufbahn ermöglichte ihm schließlich der prestigeträtichen Beschäftigung in der „Absolventen Schmiede“ [3] nachzugehen, wo er als Teammitglied für „Sprach- und Erziehungswissenschaften“ Tik Tok Videos drehen darf. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Scheitern in allen Lebenslagen Alex‘ ständiger Begleiter ist, ob als Dichter, TikToker oder rechtsextremes Arschloch. Um es für Alexander verständlich und pseudo-poetisch auszudrücken: Wer hat dir eigentlich ins Hirn gschissn?
    

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Türchen Nr. 11: 8. Mai Nazifrei!

Die Tage fliegen vorüber, wir haben schon beinahe die Hälfte unserer Türchen geöffnet. Heute aber dürft ihr euch auf einen ganz besonderen Rückblick freuen: den 8. Mai 2021!
Es war wohl nicht die beste Idee der neofaschistischen „Identitären“ im vergangenen Jahr, am Tag der Befreiung, in Ottakring eine Kundgebung zu veranstalten. Der 8. Mai bleibt Nazifrei und der Bezirk hat gezeigt was er von den Faschist*innen hält: Nichts!
Schon mittags ließen es sich viele Anwohner*innen und Linke im Grätzl nicht nehmen die Nazis bereits tagsüber zu stressen. In den Abendstunden sammelten sich immer mehr Bewohner*innen des Grätzls und Antifas rund um die Nazis, rund 600 Antifas konnten die Polizeieskorte, die die Aufgabe hatte den Großteil der Faschist*innen von der U-Bahnstation zur Kundgebung zu bringen, abfangen. Für sie gab es ab diesem Moment kein Durchkommen mehr, wenig später wurden sie zur U-Bahn zurück gebracht. Die Antifas begleiteten sie bis zur Station und gaben den Nazis mit Nachdruck zu verstehen, dass sie in unserem Grätzel nichts verloren haben.

Die rechtsextreme Kundgebung wurde durch linke Anwohner*innen massiv gestört, es wurde laut Musik aus den Fenstern gespielt und gegen Töpfe geschlagen. Die rassistische Inszenierung, die Instrumentalisierung eines Femizids durch nicht mehr als 30 Nazis war nach 20 Minuten auch schon wieder vorbei. Staat und Polizei haben auch dann wieder einmal bewiesen auf welcher Seite sie stehen. Letztlich wurde der jämmerliche Haufen von Faschos abends von der Polizei im Laufschritt aus dem Grätzl eskortiert! [1]

Der 8. Mai 2021 hat gezeigt, wie solidarischer Protest funktioniert. Auch heute gilt: Wir lassen uns vom staatlichen Bespitzelungs- und Prügelapparat nicht einschüchtern und schon gar nicht von neofaschistischen Witzfiguren die nur mehr unter massiven Polizeischutz agieren können.
Keinen Meter für euch – Nicht in Ottakring, nicht in Wien!

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Türchen Nr. 10: Nikolaus Schmidt

Nummer 10 im Antifa-Adventkalender ist Nikolaus Schmidt. Er bewegt sich seit Jahren in identitären Kreisen und trat auch während zahlreicher CoronaDemos immer wieder in Erscheinung. Wenn er sich nicht gerade in Pride Flaggen kuschelt, um für die homo- und queerfeindlichen Aktionen seiner IB-Kollegen Fotograf zu spielen und unter Schutz der Bullen White Power Symbole zu machen, dann kraxelt Niko auch gerne aufs EKH um sich mit türkischen Faschos zu solidarisieren [1] und Angriffe auf unsere kurdischen Genoss*innen zu relativieren. 

[1] https://emrawi.org/?Identitare-hangen-Banner-von-EKH-6-7-2020-1014

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Türchen Nr. 9: Martin Sellner

Martin Sellner ist das beste Beispiel, warum Homöopathie scheiße ist. Der Sohn eines pseudowissenschaftlichen Scharlatans und einer Englischlehrerin entstammt direkt Küssels Küche, der ihn auch auf zahlreiche Neonazi-Events mitnahm.
Während seiner Studienzeit schloss sich Sellner der Burschenschaft Olympia an, bis er irgendwann wohl zu merken schien, dass die menschenverachtenden „Werte“ der Neonaziszene wohl kaum Zuspruch in der Mehrheitsgesellschaft erlangten. Zwischenzeitlich war Sellner auch in der Sängerschaft Barden Wien [1] korporiert. Die starken Verbindungen und personellen Überschneidungen zwischen „Identitären“ und dem deutsch-völkischen Männerbünden sind abseits der inhaltlichen Schnittmengen auch deshalb nicht groß verwunderlich, da es in der Geschichte des österreichischen Rechtsextremismus und Neonazismus fast keine Organisierungsversuche und Aktivitäten gab und gibt, an denen nicht deutsch-völkische Studentenverbindungen maßgeblich beteiligt waren und sind. Burschenschaften stellen in Österreich eine Scharnierfunktion zwischen dem legalen Rechtsextremismus im Parlament, also der FPÖ, dessen Basis und ideologisches Rückgrat sie bilden, und dem Rechtsextremismus und Neonazismus der Straße dar. Sellner und die „Identitären“ sind beste Beispiele.
Er versucht sich als peinlich selbstinszenierender Posterboy auf social media und Sprecher der IBÖ. Sein Repertoire an Themen reicht von Verschwörungserzählungen zu Corona, bis hin zu wirren Austauschtheorien voller Antisemitismus. Da mittlerweile sein Twitter und YouTube Account gesperrt wurden, hat sich Sellner für die Flucht zu Telegram entschieden- da bekommt der Begriff „digitaler Nomade“ gleich eine ganz andere Bedeutung. Sellner ist an nahezu allen Aktionen seiner faschistischen Gruppe dabei: auf Coronademonstrationen, bei Kundgebungen und Einpeitscher von Demonstrationen, bei rassistischen Inszenierungen auf Dächern [2] etc.
Wenn sich nun eins fragt, wie sich dieser wandelnde moralische Müllberg finanziert, findet die Antwort unter anderem in Personen wie dem Attentäter von Christchurch, der Sellner finanziell unterstützte und dem Verleger Götz Kubitschek, in dessen „Institut für Staatspolitik“ Sellner aktiv ist.
Weitere Sach- und Lachgeschichten aus dem Leben des selbsternannten „Austauschexperten“: Sellner kündigte in einem groß beworbenen Telegrampost an, den Bevölkerungsaustausch vor Gericht faktisch zu belegen.  Das Antigenie erschien jedoch nie und wurde in seiner Abwesenheit verurteilt. 

Apropos „Austauschexperte“ und Rassist: Die Frau des Faschisten,Brittany Sellner (ledig Pettibone) mit der er auch einen Sohn hat, ist Amerikanerin- Da hilft auch der grauenvolle, altdeutsche Name eures Babys Reinhardt Theodor nichts. Oh oh oh Martin, merkste oder?

 

[1] https://www.facebook.com/autonome.antifa.w/photos/martin-sellner-der-leiter-der-neofaschistischen-identit%C3%A4ren-ehemaliger-vertraute/1804845913084092/

[2] https://twitter.com/antifa_w/status/1269254278264377347

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Türchen Nr. 8: Rene Alexander Friedrich

Rene Alexander Friedrichs Weltanschauungen sind genauso verkehrt, wie er sein Cappy meist trägt. Ende 2021 war er einer der Idioten, die in Linz die Erzdiözese stürmten, um gegen ein Denkmal zur Gewalt an migrantischen Personen zu protestieren. Selbst vermummt ist er unschwer an seiner Körpergröße zu erkennen, nicht vermummt auch an seinem Schnäuzer.
Generell scheint Friedrich ein Fisch im Strom von Menschenverächtern zu sein -auch als Teil der rassistischen Aktion am Marcus Omofuma Denkmal. Bei dieser zogen die Nazis den Tod des durch Bullen ermordeten Marcus Omofuma durch den Dreck. Ansonsten ist Friedrich bei zahlreichen Veranstaltungen der „Identitären“ immer wieder anzutreffen: bei Kundgebungen in der Wiener Innenstadt, bei Vorträgen oder rassistischen Aufmärschen an der Grenze. Noch lieber schmeißt er sich für Wanderungen auf den Kahlenberg gemeinsam mit seinen Kameraden in seine schönsten Lederhosen.
Rene Alexander Friedrich, bei dem die Grenze zwischen Vor- und Nachname genauso fraglich ist, wie sein Verstand, ist selbst allerdings nicht sonderlich hart im Nehmen. Nach den gesunden antifaschistischen Watschen, welche er kassierte, sprach er vor Gericht von psychischen Problemen, die ihn seitdem ständig verfolgen würden. Tja Rene/Alexander/Friedrich: Nazi sein, heißt Probleme bekommen!
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Türchen Nr. 7: Andrej Pavan

Andrej beteiligte sich schon früh an Demonstrationen der „Identitären“. Gerne zeigt er sein einziges Tattoo: eine Odal-Rune (7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division „Prinz Eugen“). Immer wieder taucht der Burschenschafter auf Kundgebungen und Demonstrationen auf, bleibt ansonsten aber weitestgehend unter dem Radar. 
Auf Twitter träumt der Faschist Andrej von Selektionen [2], sonstigen NS-verherrlichenden, rassistischen und antisemitischen Bullshit. Am Liebsten posiert er für die Kamera mit faschistischer Symbolik. 
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Türchen Nr. 6: Fabian Rusnjak und Philipp Huemer

Fabian Rusnjak gehört seit der ersten Stunde zu den „Identitären“ in Wien. Zunächst noch mit Alexander Markovics in der „Wiener Identitären Richtung“ („W.I.R.“), welche sich dann, einschließlich der Übernahme von Codes und Symboliken des französischen Ablegers „Generation Identitaire“, auf Drängen von Martin Sellner, in „Identitäre Bewegung“ umbenannte. Er und sein Freund und Mitbewohner Philipp Huemer übten und üben mitunter weiterhin Positionen im Vorstand der „Identitären“ aus: Rusnjak war jedenfalls zwischen 2012-2015 Kassier, Huemer später Leiter der „IB Wien“. Neben Martin Sellner galten und gelten beide als bekannteste Gesichter der Gruppe. Auch gemeinsam -ausgerüstet mit Gürteln und Schlagstöcken- attackierten Huemer und Rusnjak Anfang 2016 Antifaschist*innen in Graz [1]. Schon 2015 war Philipp Huemer Redner der „Identitären“ bei einer rechtsextremen Kundgebung am Ballhausplatz. Er war und ist regelmäßig bei Aktionen der Gruppe in führender Funktion zu sehen, trat auch schon öfter als Ordner auf rechtsextremen Demonstrationen auf. Außerdem leitet er bis heute Camps und Lager der „Identitären“ und war zuletzt beim Bundeskongress der AfD-Jugend in Apolda für das IB-Format „Heimatkurier“ aktiv. Rusnjak wiederum ist öfter mit Kamera anzutreffen.
Gern zeigt sich der Bundesheersoldat Fabian Rusnjak auch gemeinsam mit Funktionären der Freiheitlichen Partei, so nahm er zusammen mit dem ehemaligen Wiener Vizebürgermeister Dominik Depp -äh, Nepp- 2019 an einem Stammtisch der Freiheitlichen Jugend teil [2]. Auf Instagram inszeniert sich der Scharfschütze des Bundesheeres gerne martialisch in Uniform, das Hashtag-Game scheint er auch bestens zu beherrschen -wir sagen nur #militarylife. Dass sich Rechtsextreme im Heer herumtreiben, ist so bedenklich wie altbekannt. So gern Rusnjak die Grenzen Österreichs und Europas schützt -selbst war er auf Außeneinsatz im Kosovo-, dürfte er mit der Offenheit seines Bruders nicht ganz so gut klar kommen. Dieser bewirbt auf seinem CouchSurfing-Profil schließlich seine Weltoffenheit und die große Freude, neue Menschen aus der ganzen Welt kennen zu lernen. Und weil Rusnjak ja schließlich Sport wichtig ist, auch schon während seiner Schulzeit am Oberstufenrealgymnasium Hegelgasse 14- spielte er Feld- und Hallenhockey, zwischen 2010 und 2011 beim „Iron Spiders Hockeyclub“. 
Phillip Huemer trainiert natürlich auch gern. Und wie das echte Männer eben so machen, badet er im Winter bei Eis und Kälte gerne sonntag früh gegen 10 Uhr in der alten Donau bei den Stegen, gelegentlich auch mit seinem Planschkumpel Joshua Hahn. Am Liebsten übrigens parkt er gleich nebenan noch seinen schicken schwarzen Audi Q5. Über Besuch freut er sich dort ganz sicher. Seine Kleidung -samt Autoschlüssel, Geldtasche und Handy- legt er übrigens gern am Steg ab. Ob das eine Einladung zum Diebstahl ist? Besonders schlau stellt sich Huemer sowieso nicht an. 2020 gab er und andere Funktionäre der neofaschistischen „Identitären“ relativ freizügig Informationen über die „Bewegung“ einem vermeintlichen Interessenten preis [3]. Mit vertraulichen Informationen nimmt es Huemer aber ohnehin nicht allzu genau. Auf der Baustelle des Schimmelkellers der Faschist*innen in Wien-Margareten erzählte er höchst auskunftsfreudig über die vielen Pläne der Gruppe mit dem Keller.
Was es am Ende noch zu sagen gibt? Weil sich Huemer und Rusnjak so gut verstehen, sie sich damit verdient ein Türchen sogar teilen dürfen, haben sie ihre Verbindung nicht nur im gemeinsamen Haushalt, der politischen Arbeit, sondern auch gleich in einem gemeinsamen Unternehmen -der Wiener Thymos AG [4]- gefunden. Gemeinsam werben sie für die Generierung von Fachkräften für das Handwerksgewerbe. Mit Marketingwissen wollen sie jetzt helfen, na herzlichen Glückwunsch!
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Türchen Nr. 5: Christian Charous

Der Wiener Immobilienhändler und Bauunternehmer Christian Charous ist bekennender Teil der „Identitären“. Gerne stellt er ihnen seine Räumlichkeiten zur Verfügung. So gehört zum Beispiel der Keller im 5. Bezirk in der Ramperstorffergasse 31 ihm, welcher regelmäßig von „Identitären“ als Raum für Veranstaltungen, Kampfsporttrainings (immer Donnerstag abends) und als Vernetzungsraum genutzt wird. Auch offline tummelt sich Charous gern bei den „Identitären“ herum. So war er am Karlsplatz, mit Messer bewaffnet, als die „Identitären“ eine Kundgebung der SJ stören wollten, beteiligte sich mehrmals an Kundgebungen in der Wiener Innenstadt oder an „identitären“ Demonstrationen am Kahlenberg.

Auch Charous‘ Auto wurde oft für Demos von den „Identitären“ benutzt. Ein paar Tage nach dem islamistischen Terroranschlag in der Wiener Innenstadt am 02.11.2020, fuhr Charous sein Auto mit Muezzingesang und Schussklängen durch den 09. Bezirk. Kurze Zeit später ging es in Flammen auf [1]. Vielleicht gab es da einen Zusammenhang?  

Nun ja, so fragil das Auto, so fragil die Männlichkeit. Charous Realitätsvorstellungen von Antifa und Männlichkeit können wir in folgenden Tweets erahnen: [2] 


Dabei war sein Erfolgsziel, wie er in einem Fragebogen selbst angibt, niemals den Bezug zur Realität zu verlieren [3]. Das Hotel in der Löhrgasse 20, welches auch das ein oder andere Mal Ziel antifaschister Ästhetikinterventionen wurde, hat mittlerweile massiv schlechte Googlebewertungen. Ein Tourist bezeichnete es kurz und prägnant als „Trash“. Zuletzt war Charous selbst noch sehr bemüht, die Außenfassade des Hotels zu verschönern und sprayte einen circa zwei Meter langen Penis auf die Wand. Was mit „Schmiererei einer degenerierten und Spiegelbild unserer Jugend versauten Gesellschaft“ gemeint ist, wissen wir bisher nicht so genau. Das Hotel hat jedenfalls schließen müssen. 

Charous rassistisches, sexistisches, antisemitisches und grundsätzlich menschenverachtendes Weltbild kann in zahlreichen Tweets belegt werden. Auch die Verbindungen von Charous zu den „Identitären“ und anderen Neonazis wie Georg Immanuel Nagel, Gründer von Pegida in Wien, sind bekannt. Er ist ein gut vernetzter und aktiver Neonazi und mit genau diesem Hintergrundwissen sollte man ihm entsprechend entgegentreten.

[1] https://twitter.com/antifa_w/status/1326092960946118656

[2] https://twitter.com/fpoefails/status/1338772178012082177

https://twitter.com/robertwagner198/status/1244982733987864576/phot

https://twitter.com/fpoefails/status/1297198119852085249

[3] https://www.club-carriere.com/clubcarriere/index.php/branchen/fachbeitraege/userprofile/90267

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