Bratislava blokuje!

Vor 2 Wochen fand in Bratislava ein rechter Aufmarsch mit ca. 6000 Teilnehmer*innen statt.
Der Hauptorganisator Lukáš Kopác ist ein bekannter Neonazi,
der in der Vergangenheit schon des öfteren durch die Anmelung und Organisation rechter Aufmärsche in der Slowakei aufgefallen ist.
Marián Mišun ist eine weitere Schlüsselfigur der extrem rechten Szene in der Slowakei. Er ist ein ehemaliger Polizist, der entlassen wurde, weil er bei einem Neonazi-Aufmarsch eine EU-Flagge verbrannt hat. In der Folge wandte er sich der Politik zu und kandidierte 2 mal für die extrem rechte Ludová strana Naše Slovensko (Volkspartei Unsere Slowakei), welche ideologisch große Schnittmengen mit der ungarischen Jobbik aufweist.
Ebenfalls maßgeblich an der Organisation des braunen Auflaufs beteiligt war Marián Magát. Magát ist Vorsitzender der Akcná skupina Vzdor (Aktionsgruppe Widerstand), einer Paramilitärischen Neonazi-Organisation, die sich ihre Zeit mit Wehrsportübungen im Wald bei Kampfsport und Schießübungen vertreibt und Essen an bedürftige slowakische Familien verteilt.
Für die starke Mobilisierung zeichnen sich die Nazi-Hools von Ultras Slovan Pressburg (USP) verantwortlich. Auf der grauzonen Hooligan-Seite hooligans.cz veröffentlichte USP einen Aufruf zur Demo. Gefordert wurde ein Schulterschluss aller rechten oder rechtsoffenen Ultra/Hooligan Gruppen, für eine „höhere Sache“ – Der Rettung des „Slawischen Vaterlandes“ vor Geflüchteten und dem „EU-Diktat“. Unterstützt wurde der Aufruf von slowakischen Hooligan-Gruppen aus Trnava, Nitra und Zilina.
Tschechische Ultra/Hooligan Gruppen aus Ostrava, Brno, Opava, Olomouc sowie Sparta und Slavia Prag sicherten ihre Unterstützung zu. Weiterlesen

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Nachbereitung „Identitäre“-Demo

Am 6.6.2015 fand in Wien zum zweiten Mal eine Demonstration der extrem Rechten „Identitären“ statt. Ausgehend vom Columbusplatz war der Aufmarsch, laut Informationen der Polizei, bis zum Verteilerkreis geplant. Allerdings wurde die Demonstration, dank antifaschistischer Gegenwehr gestoppt und nach nicht einmal der Hälfte der Strecke von der Polizei abgebrochen. Die „Identitären“ und ihre Kamerad*innen wurden dann von der Polizei in die Ubahn eskortiert.
Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Zahl der Teilnehmer*innen von ca. 100-150 auf knappe 300 annähernd verdoppelt. Der Rechtsruck in Europa schlägt sich auch bei den „Identitären“ nieder, wobei festgehalten werden muss, dass die Beteiligung aus Wien und Österreich vergleichsweise äußerst gering ausgefallen ist. Allein ein Drittel der Teilnehmer*innen kann österreichischen Strukturen zugeordnet werden. Die Beteiligung von Personen aus Wien fiel noch geringer aus. Aus der Szene der deutsch-nationalen Burschen- und Mädelschaften hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum jemand blicken lassen (Außer den Corporierten, welche ohnehin Teil der „Identitären“ sind). Über eindeutige Erklärungen für das fernbleiben der „Corpo-Szene“ lässt sich derweil nur spekulieren. Ein paar Stiftungsfeste wurden an besagtem Wochenende abgehalten und abgesehen davon ist es denkbar, dass die Burschen und Mädels von den Alten Herren und Damen angehalten worden sind sich von ihresgleichen, zumindest bei so öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, fernzuhalten, um dem angekratzten Image der Verbindungen nicht noch weiter zu schaden. Weiterlesen

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Wiedenska Inicjatywa Narodowa

Die Wiedenska Inicjatywa Narodowa [WIN] (etwa: Nationale Initiative Wien) ist ein Zusammenschluss polnischer NationalistInnen in Wien.
Sie haben sehr enge Verbindungen zur Ruch Narodowy in Polen und zur Jobbik nach Ungarn.
Einzelne Mitglieder sind zudem gut mit österreichischen Neonazis vernetzt. Weiterlesen

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Markovics‘ Ängste

In völlig „identitärer“ und nicht-rassistischer Manier hat Alexander Markovics, immerhin Chefchen der „Identitären Bewegung Österreich“, seine Angst vor dem „großen Austausch“ durch ein Facebook-Posting auf den Punkt gebracht:

markovics austausch

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„Identitäre“ klauen bei Metapedia

Der Leiter der „Identitären“ in Deutschland, Nils Altmieks, hat vor kurzem einen Beitrag zur Kampagne des österreichischen Ablegers beigesteuert.
In seinen Überlegungen zum „Großen Austausch“, wirft Altmieks Zitate auf, die, seiner Meinung nach, den von der Politik vorangetriebenen Austausch des deutschen Volkes propagieren.
Interessanterweise sind 2/3 der von ihm verwendeten Zitate in der Sammlung „deutschenfeindlicher Zitate“ auf dem Nazi-Wiki Metapedia zu finden. Ein bisschen unkreativ, wie wir finden. Weiterlesen

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Erwin Spindler

Seit einiger Zeit ist Erwin Spindler darum bemüht sein Image als radikaler Neonazi abzulegen. Zu neuer Glaubwürdigkeit sollen ihm die „Identitären“ verhelfen.
Erwin Spindler ist der Bruder des rechtskräftig verurteilten Neonazis Manuel Spindler, welcher als eine der Führungspersonen um das Objekt 21 zu 4 Jahren unbedingter Haft verurteilt wurde. Erwin selbst war dort auch sehr aktiv. Bezeichnenderweise ist Erwin bei seiner Suche nach neuen Betätigungsfeldern auf die „Identitären“ gestoßen. Weiterlesen

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„Identitäre“ Wahlkampfhilfe

Das FPÖ und „Identitäre“ personelle, sowie ideologische Überscheidungen verbinden war noch nie ein Geheimnis. Das die meisten „Identitären“ ihr Kreuzerl bei der Blauen machen, dürfte wohl auch klar sein. Dennoch ist es interessant, dass Mitglieder der, sich als parteiunabhängig deklarierenden „Identitären Bewegung“, immer wieder parteipolitisch bei der FPÖ engagieren.
So ist Alexander Schleyer, der rassistische Dichterfürst der Wiener „Identitären“, vor kurzem mit Leo Kohlbauer durch Mariahilf gezogen um Werbung für die Freiheitlichen zu machen.
Mit von der Partie sind ein paar Tage zuvor die beiden deutschnationalen Burschenschafter Ortwin Rössner und Wendelin Fessl, sowie der „Identitäre“ Lukas Podkowicz. Weiterlesen

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„Generace Identity“ lädt ein

TitleUnter dem Titel „Europa und Multi-kulturalismus – Gibt es Alternativen?“ mobilisiert der tschechische Ableger der „Identitären“ am 1. Mai nach Usti nad Labem.
Nachdem die „Identitäre Bewegung Wien“ am 28. Februar zu einer Konferenz eingeladen hat, geben sich diesmal ihre KameradInnen der „Generace Identity“ aus Tschechien die Ehre und erwarten, neben Jean-David Cattin von der „Generation Identitaire“ (Frankreich) einen Vertreter der „Identitären Bewegung Österreich“.
Wie wir bereits in einem früheren Beitrag ausgeführt haben, rekrutiert sich die Führungsriege der „Generace Identity“, ganz in der Tradition der anderen „Identitären Bewegungen“, hauptsächlich aus autonomen Nationalisten und Neonazis. Da überrascht es umso weniger, dass als Termin und Ort für die „Identitäre“ Konferenz ausgerechnet der 1. Mai in Usti nad Labem gewählt wurde.
Von 2009-2014 fanden dort jährlich Naziaufmärsche statt. Der letzte am 1. Mai 2014.
Organisiert wurden diese von der tschechischen Neonazipartei DSSS, welche tatkräftige Unterstützung von den „Freien Kameradschaften“ und der NPD aus Sachsen erhielt.
Die DSSS macht seit einigen Jahren regelmäßig gegen Rom_nja mobil, sodass antiziganistiche Proteste und Übergriffe in den vergangen Jahren in Tschechien massiv zugenommen haben.
Aus dem Umfeld der DSSS stammt auch Adam Bercik, welcher sich jetzt bei der „Generace Identity“ versucht.
Bei so vielen Überschneidungen zwischen organisierten Neonazis und der „Generace Identity“ wundert es kaum, dass auch verurteilte Mörder, wie Vlastimil Pechanec Fans der tschechischen „Identitären“ werden. 2003 wurde Pechanec zu 17 Jahren Haft wegen Mordes an einem Rom verurteilt. Eine rassistische Motivation wurde ihm damals angelastet. Seit 2014 ist seine Strafe zur Bewährung ausgesetzt.vlastimil

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Blood & Honour Ungarn plant Tour durch Österreich und Bayern

Übernommen von der antifaschistischen informations-, dokumentations- und archivstelle münchen e. V. (a.i.d.a.):

https://www.aida-archiv.de/index.php/aktuelles-2/244-rechte-in-bayern/4634-blood-honour-auf-bayerntour

Die braune Tour

Blood & Honour Hungaria. Foto: LS

„Nach a.i.d.a.-Informationen wollen die Neonazis vom 13. bis 16. August 2015 von Budapest über Sonntagberg, Braunau, Landshut, Nürnberg, München, Berchtesgaden und zurück nach Budapest fahren. Die Reise für „Enthusiasten der Militärgeschichte“ beginnt am 13. August frühmorgens auf einem Lidl-Parkplatz in Budapest. Bei einem ersten Zwischenstopp in Wien ist der Besuch der Akademie der Bildenden Künste vorgesehen, also derjenigen Akademie, die im Jahr 1907 den Aspiranten Adolf Hitler abgewiesen hat. Beim Militärmuseum im niederösterreichischen Sonntagberg sind dann 30 Minuten eingeplant, um sich Uniformen und Ausrüstung der NS-Wehrmacht anzuschauen. Das Tagesziel ist Braunau am Inn, im Geburtsort Hitlers erwartet die Neonazis ein „Abendspaziergang“ und eine Übernachtung. Weiterlesen

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Haftentlassung Felix Budin

budinKnappe 2 Jahre vor dem eigentlichen Ablaufen seiner unbedingten Haftstrafe, wurde der, nach dem NS-Verbotsgesetz verurteilte Neonazi Felix Budin am 20.02.2015 aus der Justizanstalt Josefstadt entlassen. Weiterlesen

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